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5microns GmbH

Die 5microns GmbH ist ein innovatives und dynamisches Startup, das sich als ingenieurtechnischer (Entwicklungs-)Dienstleister im Bereich der Mikrosystemtechnik versteht.
Ein Teil des 5microns-Teams im Gespräch mit Kooperationspartner Dr. Xiaohua Shi, CEO der GDnano Ltd. (l.). Foto: 5microns

5microns GmbH: Geschichte der Gründung

Der Gründungsprozess

Lars Dittrich, Geschäftsführer und Mitgründer der 5microns GmbH. Foto: 5microns

(Interview mit Lars Dittrich, Geschäftsführer der 5microns GmbH)

Wer sind die 5microns?

Der Name des Unternehmens spielt in erster Linie auf die fünf Gründer an. Die 5microns GmbH ist ein innovatives und dynamisches Startup, das sich als ingenieurtechnischer (Entwicklungs-)Dienstleister im Bereich der Mikrosystemtechnik versteht. Ihr Unternehmenskonzept umfasst einerseits die Beratung sowohl von Erstanwendern als auch Spezialisten und den Entwurf von Mikrosystemen, sowie andererseits die Entwicklung und Charakterisierung von MEMS-Prototypen und die Mikrofertigung von Wafern. In Kombination mit einer kundennahen Betreuung und exzellenten Fertigungsmöglichkeiten in den Reinraumlaboren des Zentrums für Mikro- und Nanotechnologien (ZMN) der Technischen Universität Ilmenau kann die 5microns GmbH das komplette Spektrum der Wertschöpfungskette abdecken. 

Dieser One-Stop-Shop bietet einen immensen Vorteil für den Kunden, der somit alles aus einer Hand beziehen kann: die 5microns GmbH ist für ihn der alleinige Ansprechpartner.

Fragen zum Gründungsprozess

Ein elektrostatischer Interdigitalsensor neben einem Streichholzkopf zeigt die Größenverhältnisse. Foto: 5microns

Wie seid Ihr auf diese Idee gekommen?

Trotz jahrzehntelanger Förderung ist mikrosystemtechnisches Know-how noch nicht zum ingenieurtechnischen Allgemeinwissen geworden. Der Rückgriff auf mikrotechnologische Fertigungsverfahren ist für Unternehmen gleichzeitig immer mit einem hohen Investitionsbedarf verbunden. De facto bleibt damit insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen der Zugriff auf diese Technologien und auch das Innovationspotenzial mikrosystemtechnischer Produkte verwehrt. Das hat uns gestört, weil wir für die Mikrosystemtechnik brennen und an den genannten Stellen enormes Innovationspotenzial sehen. Mit dem Angebot eines One-Stop-Shops für die Mikrosystemtechnik in der dynamischen, forschungsnahen und kreativen Atmosphäre eines Universitätscampus wie dem der TU Ilmenau möchte die 5microns GmbH die Mikrosystemtechnik dem gesamten Kundenspektrum bei geringstmöglichem Aufwand und Risiko zugänglich machen. Mit dem Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien als starkem vertraglichen Technologiepartner können wir unseren Kunden die unschlagbare Kombination aus Expertenwissen und bedarfsgerechtem Zugriff auf die Mikrosystemtechnik inklusive dem Prototypenbau und der Kleinserienfertigung anbieten.

Was kann man sich unter Mikrosystemtechnik vorstellen? Könnt Ihr ein paar praktische Anwendungsbeispiele nennen?

„Das ist die Crux an unserem Beruf“, erzählt Lars Dittrich. „Der Endanwender sieht die Arbeit des Mikrosystemtechnikers nicht, schon gar nicht ohne ein Mikroskop. Hinter jedem einzelnen Pixel, das moderne Videobeamer an die Wand projizieren, steht ein winziger Mikroklappspiegel (seine Kantenlänge liegt in der Größenordnung eines einzelnen menschlichen Haars!), der je nach seiner Stellung das zugehörige Pixel hell oder dunkel schaltet. Oder nehmen wir das elektronische Stabilitätsprogramm eines Autos: Kern des Systems ist ein dreiachsiger Drehratensensor, der über eine schwingende Masse detektiert, um welche Achse sich das Fahrzeug gerade dreht und inwieweit das zu den Steuerungshandlungen (z. B. Lenkradeinschlag) des Fahrers passt. Ein ähnlich aufgebauter Sensor kann die Rotation von SmartPhones registrieren und die Software zur entsprechenden Ausrichtung des Displays veranlassen. Oder nehmen wir Leseköpfe von Festplatten, Medikamentendosiersysteme, mit Mikrotechnologien gefertigte Präzisionszahnräder für Uhrwerke, Minilinsen in Digitalkameras, Magnetfeldsensoren in GPS-Systemen – die Mikrosystemtechnik ist schon lange sehr präsent in unserem Alltag. Und das ist eigentlich auch eine schöne Botschaft: Der Endkunde sieht unsere Arbeit nicht unbedingt im Sinne eines konventionellen Produkts. Aber unsere Arbeit hat ganz erstaunliche Auswirkungen, sowohl auf technische Systeme als auch auf den Menschen selbst.“

Was macht das Team aus, wie habt Ihr Euch gefunden?

„Ich hatte das Vergnügen, die anderen vier entweder mit Ihren Abschlussarbeiten oder als HiWi an der Universität zu betreuen. Dabei lernt man sich ziemlich genau kennen und schätzen.“, so Lars Dittrich. „Eigentlich sind wir recht verschiedene Charaktere – was vielleicht auch die große Stärke des Teams ist. Gemeinsam haben wir in jedem Fall, dass wir Freigeister sind und dass uns inhaltliche Freiheit im Beruf sehr wichtig ist. Wir verstehen uns bis heute bestens und hatten nach langer Vorbereitungszeit einfach Lust darauf, unsere Gründungsidee gemeinsam zu verfolgen und etwas Eigenes aufzubauen. Ansonsten bemühen wir uns im Team ganz besonders um Professionalität, Sachlichkeit sowie einen intensiven und persönlichen Kundenkontakt. Außerdem versuchen wir, den Feierabend nicht zu vergessen: wir verbringen durchaus auch Freizeit miteinander und können auch ohne Mikrosystemtechnik viel Spaß zusammen haben.“

Der Standort

Anlage zur Nanoimprint Lithographie der 5microns GmbH. Foto: 5microns

Was macht Thüringen und insbesondere Ilmenau als Standort besonders attraktiv?

Thüringen liegt im Achsenkreuz Hamburg-München und Frankfurt-Berlin und damit nicht nur im Zentrum Deutschlands, sondern auch sehr zentral in Europa. Der Standort Ilmenau ist aber nicht nur verkehrstechnisch günstig gelegen. Insbesondere mit der Ansiedlung im Technologie- und Gründerzentrum, wo Gründern eine enorme infrastrukturelle und finanzielle Unterstützung geboten wird, hat die 5microns GmbH ihren Sitz in unmittelbarer Nähe zum Campus der Technischen Universität Ilmenau. Damit haben die Mitarbeiter Zugriff auf die größte technische Bibliothek des Freistaats sowie das Landespatentzentrum PATON. In Verbindung mit der Tatsache, dass unser vertraglicher Technologiepartner – das Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien – ebenfalls auf dem Campus angesiedelt ist, gab es für das Team keine Alternative zur Ansiedlung in Ilmenau. Zudem kann die 5microns GmbH über auftakt. Das Gründerforum Ilmenau einen intensiven Kontakt zu anderen Gründern pflegen und bei Bedarf das eigene Know-how mit deren Leistungen kombinieren.

Das Unternehmen

5microns GmbH, Ehrenbergstraße 11, 98693 Ilmenau,

Telefon: +49 3677-799639-0

E-Mail:kontakt@5microns.de

www.5micons.de

Gegründet: 17. März 2014

Gründer: Lars Dittrich, Boris Goj, Thomas Geiling, Robert Hebel, Michael Bertko

Produkt:
One-Stop-Shop bzw. Ingenieurdienstleister für die Mikrosystemtechnik