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Cuculus GmbH mit enormen Wachstum in einem Zukunftsmarkt

Smart Metering und Smart Home sind zwei Zukunftsthemen, auf die sich die Cuculus GmbH konzentriert. Ilmenaus Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber besuchte das Unternehmen.

Ilmenaus Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber (l.) und Bürgermeister Kay Tischer (Mitte) beim Betriebsbesuch in der Cuculus GmbH. Gunnar Scharfe (r.), Geschäftsführer der Cuculus GmbH, stellte den Gästen Smart Metering vor. Foto: wr

Ilmenaus Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber, der das im Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau ansässige Unternehmen in der vergangenen Woche besuchte, lernte bei Cuculus intelligente Lösungen für Verbrauchsmessungen im Energiesektor kennen, die auch für die Stadt, beziehungsweise für die Stadtwerke von Interesse sind. Smart Metering, das ist die Verbrauchsmessung an tausenden Stromzählern in Sekundenschnelle und ebenso rasche Auslesung der Daten, ist ein enormer Wachstumsmarkt in Europa. Bis 2020 sollen in der EU alle konventionellen Stromzähler durch Smart-Meter ersetzt sein.

2007 haben Gunnar Scharfe und René Böhringer die Cuculus GmbH gegründet. Anfangs traten sie mit innovativen WLAN-Lösungen auf den Markt. Doch, wie Geschäftsführer Gunnar Scharfe sagte, seien sie mit ihrer Softwarelösung damals zu früh gekommen. Der Markt sei noch nicht reif gewesen. Heute würden alle großen Telekommunikationsunternehmen dieses Prinzip nutzen. Doch in der Zwischenzeit hat sich das Unternehmen anderen Geschäftsfeldern zugewandt, um zu überleben.

Bereits im ersten Semester seines Studium der Ingenieurinformatik hat Gunnar Scharfe eine kleine Firma betrieben und Websites erstellt. Auch René Böhringer war während des Studiums schon unternehmerisch tätig und hat die studentische Unternehmensberatung sci mit aus der Taufe gehoben. Gleich nach dem Studium gründeten sie gemeinsam die Softwarefirma IDEO Labs GmbH. 2007 erfolgte die Gründung der Cuculus GmbH, die sich inzwischen erfolgreich auf dem Markt für Smart-Metering- und Smart-Home-Lösungen etabliert hat.

In den zurückliegenden zwei Jahren hat die Cuculus GmbH ein enormes Wachstum erlebt. Die Belegschaft hat sich verdoppelt. Insgesamt 60 Mitarbeiter sind jetzt bei Cuculus tätig, 30 davon in Ilmenau. Zwei Fachinformatiker werden ausgebildet. Weitere Büros betreibt die Firma in Leipzig und neuerdings auch in Köln. In der Branche speilt Cuculus in der ersten Liga und wurde für den European Smart Metering Award 2014 nominiert.

Wenngleich in der Europäischen Union bis 2020 Smart Metering zur Standardmethode der Verbrauchsmessung werden soll, gehe die Entwicklung in Deutschland im Vergleich mit anderen Ländern noch recht langsam voran, so Gunnar Scharfe. Dementsprechend hat sich das Unternehmen inzwischen international positioniert. In den skandinavischen Ländern in Belgien, Österreich und der Schweiz ist Cuculus auf den Märkten vertreten. Sogar in Südafrika hat die Firma Kunden.

Mit der Plattform „Zonos“ stellt das Unternehmen eine Serversoftware zur Verfügung, die dem Smart Meter erst seine herausragenden Eigenschaften verleiht. Die intelligenten Stromzähler stellt die Cuculus GmbH selbst nicht her, sondern biezieht diese von internationalen Herstellern. Kunden sind insbesondere Energieversorger, Netzbetreiber, Messdienstleister und Service Provider. Die Plattform „Zonos“ ist herstellerunabhängig, beliebig skalierbar und lässt sich leicht in bestehende Systemlandschaften integrieren. Sie erfasst Messwerte und ermöglicht deren Interpretation und Weiterverarbeitung.

Unter dem begriff „Smart Home“ hat Cuculus Steuersysteme für Heizung, Beleuchtung und Sicherheit entwickelt. Insbesondere in der Kombination von Smart Metering und Heimautomatisierung können zusätzliche Potenziale erschlossen werden. Speziell für den deutschen Markt hat das Unternehmen für Smart Metering und Smart Home Datenschutzlösungen geschaffen, die den Kunden erhöhte Sicherheit und die Kontrolle darüber bieten, wer welche Daten auslesen darf.

Die enorme Marktentwicklung der zurückliegenden Jahre hat dem Unternehmen starkes Wachstum beschert. Das starke Anwachsen der Belegschaft hat die Firma an die Kapazitätsgrenzen im Technologie und Gründerzentrum gebracht. In den kommenden Jahren rechnet Scharfe mit weiterem Zuwachs. Irgendwann steht die Frage nach neuen Betriebräumen. Oberbürgermeister Seeber sagte dem Geschäftsführer seine Unterstützung zu, wenn es darum geht ein neues Domizil für die Firma zu finden.

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