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Events und Diskussionen zum großen Themenkreis „Verantwortung“

Vom 29. Mai bis zum 7. Juni 2013 findet die Internationale Studierendenwoche in Ilmenau (ISWI), die größte Veranstaltung ihrer Art in Deutschland, statt.

Studierende aus 70 Ländern tauschen ihre Erfahrungen und Ideen zum Thema Verantwortung aus. Foto: ISWI e.V./Katja Schmidt

Zehn Tage lang kommen 370 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 70 Ländern zusammen, um gemeinsam und mit namhaften Referenten zu diskutieren, zu feiern und über Grenzen hinweg Freundschaften zu schließen. Ausgerichtet vom gemeinnützigen Verein ISWI e. V., organisieren Studierende der Technischen Universität Ilmenau alle zwei Jahr eine ISWI, die dem interkulturellen und fachlichen Austausch dient und nationale als auch kulturelle Mauern abbauen sollen. In diesem Jahr diskutieren die Teilnehmer unter dem Motto „dare to care“ (Traue dich, tue etwas!) zum großen Themenkreis „Verantwortung“.

Verantwortung - die Fähigkeit, selbstständig zu handeln und Entscheidungen zu treffen - ist mit den wichtigsten Bereichen der Gesellschaft wie Politik, Umwelt, Wirtschaft, Recht, Gesundheit, Bildung, Wissenschaft und Medien aufs engste verknüpft. Dies umso mehr in einer Zeit, in der die Menschheit vor Herausforderungen wie Kriegen, Flucht und Vertreibung, Hungersnöten und Seuchen, dem Klimawandel und weltweiten Finanzkrisen steht. Diesen Fragen widmet sich die ISWI 2015. In Workshops, Diskussionen, Vorträgen und der Arbeit von 30 Gruppen tauschen die internationalen Teilnehmer ihre Erfahrungen und Ideen zum Thema Verantwortung und unsere Rolle als verantwortlich handelnde Personen in der Gesellschaft aus.

Das Motto „dare to care“ wird dabei durch ein Faultier symbolisiert, das ein aus seinem Nest gefallenes Vögelchen rettet. Das Maskottchen der ISWI 2015 versinnbildlicht, dass selbst ein vermeintlich träges Tier aktiv werden und Verantwortung für seine  Umgebung übernehmen kann. Als Schirmherrn der diesjährigen Studierendenwoche konnte der ISWI e. V. den Begründer des „Right Livelihood Award“ Jakob von Uexküll gewinnen. Mit der weltweit als Alternativer Nobelpreis bekannten Auszeichnung werden seit 1980 jährlich Menschen geehrt, die sich für humanitäre, soziale und ökologische Projekte und damit die Gestaltung einer besseren Welt einsetzen. 

Weitere namhafte Teilnehmer sind Alyn Ware, Preisträger des Right Livelihood Award, Kasha Nabagesera, Menschenrechtsaktivistin für sexuelle Selbstbestimmung (LGBTI) und das Zentrum für politische Schönheit. Als Pazifist und Friedensaktivist kämpft Alyn Ware für eine Welt ohne Atomwaffen. Diesem Thema ist auch sein Vortrag gewidmet. Er bildet den Auftakt der ISWI 2015 und findet am Samstag, 30. Juni, ab 14.00 Uhr im Audimax der TU Ilmenau statt. Um 16.30 schließt sich der Vortrag des Zentrums für politische Schönheit an. Die Vereinigung von politischen KünstlerInnen  ist u. a. für ihre gesellschaftskritischen Aktionen wie „Weiße Kreuze“ und „25.000 Euro Belohnung“ bekannt. Einen ganz persönlichen Einblick in ihr bewegtes Leben gibt Kasha Nabagesera am Dienstag, 15.30 Uhr, Audimax, in ihrem Vortrag. Die LGBTI-Aktivistin wurde für ihren Einsatz für diskriminierte Gemeinschaften mit dem Internationalen Menschenrechtspreis von Nürnberg ausgezeichnet.       

Eingebettet in die ISWI 2015 findet am Mittwoch, dem 3. Juni, der Dies academicus der TU Ilmenau statt. Als Festredner greift ab 10.30 Uhr im Audimax der Thüringer Ministerpräsident (und momentaner Bahn-Tarifstreit-Schlichter) Bodo Ramelow das Thema der ISWI mit seinem Vortrag „Sozialer Zusammenhalt – gemeinsame Verantwortung“ auf. 

Ein weiterer kultureller Höhepunkt ist der traditionelle „International Brunch“, bei dem die Teilnehmer mit landestypischen  Tänzen, Trachten und Speisen ihre Heimatländer vorstellen. Erlebbar ist das Spektakel am Sonntag, dem 31. Mai, von 10  - 13.30 Uhr, auf dem Wetzlarer Platz in Ilmenau. Auch ein facettenreicher Abend zum „Internationalen Jahr des Lichtes“ steht auf dem Programm. Der gesamte Campus wird dazu am 3. Juni ab 19 Uhr in faszinierenden Illuminationen erstrahlen. Kreativ und einfallsreich müssen die Teilnehmer beim postapokalyptischen Planspiel am Montagnachmittag (1. Juni) werden. Die Teams stellen sich dafür herausfordernden Aufgaben und erlernen dabei Fähigkeiten wie Erste Hilfe zu leisten.

Alle Veranstaltungen der Studierendenwoche stehen allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern offen. Der Eintritt ist frei, Interessierte sind herzlich willkommen.