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Elektrotechnik-Tagung ist dem 100. Geburtstag von Professor Eugen Philippow gewidmet

Die TU Ilmenau ist vom 16. bis 19. Juli Gastgeberin für das „XIX. Internationale Symposium für Theoretische Elektrotechnik - ISTET 2017“.

Elektrotechnische Forschungsarbeiten an der TU Ilmenau. Foto: wr

Die Tagungsreihe versammelt alle zwei Jahre international renommierte Experten auf dem Gebiet der elektromagnetischen Felder, elektrischen und elektronischen Schaltungen, der Signalverarbeitung und zahlreichen damit zusammenhängenden innovativen Technologien. Mit der vom Fachgebiet Theoretische Elektrotechnik unter Leitung von Professor Hannes Töpfer ausgerichteten ISTET 2017 findet die Konferenz bereits zum dritten Mal in Ilmenau statt. Der Begründer der „Ilmenauer Schule zur Theoretischen Elektrotechnik“, Professor Eugen Philippow, der die Forschung und Ausbildung auf dem Gebiet der theoretischen Elektrotechnik weltweit mit begründet und bis heute gültige Standardwerke auf diesem Gebiet verfasst hat, hatte die ISTET im Jahre 1981 gemeinsam mit herausragenden Wissenschaftlern aus Bratislava und Moskau ins Leben gerufen. Dem 100. Geburtstag von Professor Philippow ist die diesjährige Konferenz in Ilmenau, zu der rund 60 Teilnehmer aus neun Ländern erwartet werden, gewidmet.


Breites Themenspektrum der Elektro- und Informationstechnik

Die ISTET 2017 befasst sich mit breiten Themen der Elektro- und Informationstechnik, wobei die übergreifende Betrachtung der Teildisziplinen im Fokus steht. „Wir freuen uns sehr, namhafte Wissenschaftler ebenso wie talentierte Nachwuchsforscher und Partner von außeruniversitären Forschungseinrichtungen und aus der Industrie zum Austausch über neueste Entwicklungen in diesem breit gefächerten, anspruchsvollen Themengebiet begrüßen zu dürfen“, so Tagungsleiter Professor Töpfer. Das Spektrum der Vorträge und Posterbeiträge reiche von neuen Aspekten zur Optimierung von Nieder- und Hochfrequenzfeldern über innovative Methoden der Signalverarbeitung bis zur mathematischen Modellierung von Netzwerken und Systemen vom Energiebereich bis zur Medizintechnik.

Die Vorträge zu Theorie und Methodik werden ergänzt durch Beiträge zu innovativen Anwendungen aus den Bereichen Schaltungen, Steuerungstechnik, Mobilfunk, zerstörungsfreie Prüfung, elektrische Antriebe und Stromversorgungssysteme, elektromagnetische Verträglichkeit sowie dem breiten Feld der Sensoren und Aktoren. Auf letzterem Gebiet liegt auch einer der Schwerpunkte der aktuellen Forschungsarbeiten an der TU Ilmenau. Zahlreiche Forschergruppen befassen sich fächerübergreifend mit der Entwicklung von Sensoren und Sensorsystemen der Zukunft. Im Frühjahr hat die Universität unter Leitung von Professor Hannes Töpfer einen Antrag auf ein Exzellenzcluster „Kollaborative Sensorsysteme“ im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gestellt. 

Das englischsprachige Symposium wird am Sonntag, dem 16. Juli, um 17.00 Uhr im Humboldt-Hörsaal der TU Ilmenau, mit den Tutorials der Ilmenauer Wissenschaftler Dr. Florian Römer und Dr. Konstantin Weise eröffnet, bevor am Montag, dem 17. Juli, 8.30 Uhr, die Fachvorträge nationaler und internationaler Referenten beginnen. Neben dem Austausch zu aktuellsten Forschungsarbeiten ist ein Tagungsteil der weiteren Verbesserung der Ausbildung von Studierenden auf diesem Gebiet gewidmet. Das kulturelle Rahmenprogramm führt die Teilnehmer unter anderem auf die Wartburg in Eisenach.