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Arbeitsmarktkonferenz: Die Zukunft der Thüringer Wirtschaft in einer digitalisierten Welt

„Arbeit der Zukunft in Thüringen – den Wandel gestalten!“ lautet das Thema der Arbeitsmarktkonferenz, die am 8. November 2017 in Weimar stattfindet.

Digitalisierte Produktionsprozesse werden die Abläufe in der Fertigung beschleunigen, werfen zugleich Fragen der Arbeitsplatzsicherheit und der sozialen Absicherung auf. Foto: wr

Digitalisierung und Vernetzung prägen zunehmend stärker die Arbeitswelt und den Alltag der Beschäftigten. Begriffe wie „Industrie 4.0“ oder „Arbeiten 4.0“ sind in der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Debatte um die Arbeit der Zukunft allgegenwärtig. Aus diesem Grund veranstaltet das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie die Arbeitsmarktkonferenz zum Thema„Arbeit der Zukunft in Thüringen – den Wandel gestalten!“. Die Konferenz findet am 8. November, in der Zeit von 9 bis gegen 16 Uhr,  im Seminargebäude des congress centrums neue weimarhalle, Unesco-Platz 1, 99423 Weimar, statt. Die Eröffnung erfolgt durch Sozialministern Heike Werner. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow spricht zum Thema „Die Zukunftsfähigkeit Thüringens in einer digitalisierten Welt“. 

Kritische Fragen zur Digitalisierung

Auch die Unternehmen in Thüringen richten ihr Augenmerk verstärkt auf digitalisierte und hochtechnisierte Produktionsprozesse, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, Abläufe in der Produktion und der Logistik zu beschleunigen und Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Vor allem in der Kreativwirtschaft sowie in der Informations- und Kommunikationsbranche entstehen zum Teil ganz neue Arbeitsformen. In der Debatte um die Arbeit in einer digitalen Welt werden aber auch kritische Fragen gestellt: Wie sicher sind unsere Arbeitsplätze? Wie groß ist das sogenannte Substitutionspotential? Welche Qualifikationsanforderungen stellen sich für die Beschäftigten? Und wie steht es um die Qualität der Arbeit, um Arbeitsschutz und Datensicherheit? Darüber hinaus: Was bedeutet all dies für das System der sozialen Absicherung sowie die betriebliche und überbetriebliche Mitbestimmung?

Mit Blick auf die technologischen und demografischen Entwicklungen wird es zunehmend darum gehen müssen, die sich durch Digitalisierung bietenden Chancen zu nutzen und mögliche Risiken gleichzeitig zu minimieren. Darüber wird im Rahmen der Fachkonferenz des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie in fachlicher Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena diskutiert. Es werden hochkarätige Akteurinnen und Akteure sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik zu Wort kommen.

In den vier Fachforen sollen künftige Herausforderungen identifiziert und Potentiale für Thüringen herausgearbeitet werden. Schwerpunkte bilden unter anderem die Themen Arbeitsmarkt und betriebliche Innovation, Qualifizierung, Partizipation und Arbeitsschutz sowie neue Arbeitsformen wie Crowd- und Clickworking. Im Rahmen der Foren sollen auch Beispiele aus der Praxis thematisiert werden.