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Durch Filterung der Raumluft eine Verringerung von Viruslasten bewirken und das Infektionsrisiko senken

Der Ilm-Kreis hat noch im alten Jahr einen Förderantrag zur Installation stationärer Luftfilter für Klassenzimmer an kreiseigenen Schulen beim Bund gestellt.

Bereits im Februar 2021 wurden zur Demonstration Lüftungsanlagen an der Goetheschule Ilmenau im Beisein von Landrätin Petra Enders in Betrieb genommen. Möglich wurden dies durch eine Spende der Lynatox GmbH und der CE-SYS Engineering GmbH. Foto: Ilm-Kreis

Ein effektiver Luftaustausch mittels lüften bewirkt eine wirksame Verringerung etwaiger Viruslasten in der Raumluft und senkt das Infektionsrisiko deutlich. In allen Klassenzimmern an den kreiseigenen Schulen des Ilm-Kreises wurden deshalb im vergangenen Jahr CO2-Ampeln installiert, die auf richtiges Lüften hinweisen. Eine Filterung der Luft kann diesen Effekt zusätzlich unterstützen. Der Bund hat dazu ein Programm erlassen, mit dem die Corona-gerechte Installation raumlufttechnischer stationärer Anlagen (RLT-Anlagen) gefördert werden sollen. Die Förderung kann bis zu 80 Prozent der förderfähigen Ausgaben betragen, wobei der Neubau von stationären RLT-Anlagen auf 500.000 Euro pro Standort begrenzt ist. (Richtlinie für die Bundesförderung Corona-gerechte stationäre raumlufttechnische Anlagen)

Da die kreiseigenen Schulen bisher nicht mit stationären raumlufttechnischen Anlagen ausgestattet sind, hat der Ilm-Kreis nach entsprechender Prüfung und Erstellung einer Machbarkeitsstudie die entsprechenden Anträge für jede einzelne Schule beim Bund gestellt. Die Einreichung der Anträge musste bis zum 31. Dezember 2021 erfolgen. Landrätin Petra Enders betont hierzu: „Da der Kreis für 22 Grundschulen, zehn Regel- und Gemeinschaftsschulen sowie drei Gymnasien mit vier Standorten und drei Förderzentren zuständig ist und die Installation entsprechender RLT-Anlagen über dem Höchstsatz der Fördermittel von 500.000 Euro pro Standort begrenzt ist, haben wir uns entschieden, vorerst Räume mit hoher Frequentierung und häufigem Schülerwechsel auszustatten, sogenannte Begegnungs- und Vermischungsräume. Dazu gehören die Speiseräume an allen Schulen sowie die Räume für die Hortnutzung.“

Insgesamt, so sagt die Landrätin, handelt es sich um 96 Räume für die Hortnutzung und 33 Speisesäle. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei schätzungsweise 4,5 Millionen Euro, die auf der Grundlage einer Machbarkeitsstudie und Kostenschätzungen des Planungsbüros Pfister und der Lynatox GmbH, welche auf die vorzusehenden Flächen der Räume adaptiert wurden, beruhen. 80 Prozent der Kosten würden bei Fördermittelzusage durch den Bund getragen. Geplant ist, die übrigen 20 Prozent aus Eigenmitteln des Ilm-Kreises zu bezahlen. Dafür sollen die entsprechenden Mittel in den Haushalt 2022 eingestellt werden.

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