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Bildung für nachhaltige Entwicklung nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern für alle ermöglichen

Landrätin Petra Enders hat am heutigen 18. Januar 2022 eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ilm-Kreis und dem BNE-Kompetenzzentrum Halle unterzeichnet.

Dr. Jörg Eulenberger (l.) , Deutsches Jugendinstitut Leipzig und Projektleiter Standort Nord-Ost im Projekt BNE-Kompetenzzentrum Halle an der Saale, und Landrätin Petra Enders unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung. Screenshot: wr

Im Rahmen einer Online-Pressekonferenz haben Landrätin Petra Enders und Dr. Jörg Eulenberger, Deutsches Jugendinstitut Leipzig und Projektleiter Standort Nord-Ost im Projekt BNE-Kompetenzzentrum Halle an der Saale, eine Kooperationsvereinbarung zum Ausbau des Ilm-Kreises zu einer Modellkommune für Bildung für nachhaltige Entwicklung unterzeichnet. Ziel ist es die bereits zahlreich vorhandenen Bildungsstrukturen und Projekte auf diesem Gebiet zu festigen und weiterzuentwickeln sowie neue aufzubauen. Der Ilm-Kreis möchte unter der wissenschaftlichen Begleitung durch das BNE-Kompetenzzentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung Bildungserlebnisse nicht nur für Kinder und Jugendliche ermöglichen, sondern für alle Bewohner des Ilm-Kreises.

Konkrete Projekte existieren im Ilm-Kreis

Landrätin Petra Enders sagte dazu: „Jeder einzelne soll in die Lage versetzt werden, selbst zu überprüfen, wie und was er mit welchen Folgen konsumiert und was er beitragen kann eine intakte Umwelt an unsere Kinder und Enkelkinder zu übergeben.“ Sie verwies dabei auf den bereits erfolgten Beitritt des Ilm-Kreises zur Agenda 2030, mit der sich die Weltgemeinschaft klare Ziele für eine wirtschaftliche, soziale und nachhaltige Entwicklung gesetzt hat. Und sie wies darauf hin, dass es im Ilm-Kreis länger schon konkrete Maßnahmen und Projekte gibt, die den Zielen der Agenda 2030 entsprechen. Als Beispiele nannte sie die gerade laufende Woche der erneuerbaren Energien, die Projekte „Stadtradeln“ und „Schulradeln“, mit denen nachhaltige Mobilität in den Blickpunkt gerückt wird sowie Workshops zu Mülltrennung und Recycling.

Jörg Eulenberger ging ebenfalls auf die Agenda 2030 ein, mit der sich, wie er sagte, die Weltgemeinschaft für eine Transformation der Lebens- und Produktionsweise der Menschen entschieden habe, weil diese nicht geeignet seien, den Planeten in einem intakten Zustand an spätere Generationen zu übergeben. Um die vorgegebenen Ziele zu erreichen sei eine umfassende Bildungsoffensive erforderlich. Den Kommunen komme dabei eine wichtige Rolle zu, da sie als Bildungsträger eine hohe Reichweite erzielen. In der Vereinbarung mit dem Ilm-Kreis ist eine wissenschaftliche Evaluation der Vorhaben und die Prozessbegleitung durch das BNE-Kompetenzzentrum vorgesehen, unter Einbeziehung der verschiedensten Bildungsanbieter.

Vielzahl an Akteuren im Ilm-Kreis

Die Landrätin betonte die Vielzahl der Akteure im Ilm-Kreis, die auf diesem Gebiet bereits tätig sind, die von der Volkshochschule Arnstadt-Ilmenau über das Nachhaltigkeitszentrum, das Schülerfreizeitzentrum Ilmenau bis zur TU Ilmenau und dem Regionalmanagement reichen. An konkreten Projekten hob sie einen Energiesparwettbewerb der Schulen hervor, Workshops für gesunde Ernährung sowie Workshops für Ressourcenschonung und Klimaschutz. Besonders wies sie auf das Projekt „klima.fit“ hin, mit einem neuen Kurs an der Volkshochschule.

Erläuterungen dazu gaben Michaela Opel, Fachbereichsleiterin Kultur an der Volkshochschule Arnstadt Ilmenau, Michael Welz, staatlich geprüfter Umweltberater, und Anna Allstädt, Koordinatorin für das Projekt „klima.fit“ in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. So wird es in diesem Rahmen sechs Veranstaltungen an der Volkshochschule geben, zwei als Online- und vier als Präsenzabende. Start ist am 22. März, das Ende ist für den 31. Mai vorgesehen. Themen sind Grundlagen des Klimawandels, Ursachen des Klimawandels und Klimaschutz auf kommunaler Ebene, Expertendialog mit Klimaforschern, regionale Folgen des Klimawandels, Expertentipps zur Ernährung und Fragen zur Klimaanpassung. Ziel sei es, Wissen zu vermitteln und zugleich Handlungsoptionen aufzuzeigen, regionale Vernetzung zu fördern und dabei Möglichkeiten für eigene Aktivitäten auszuloten. Das Projekt „klima.fit“ wurde vom WWF dem Helmholtzverbund Regionale Klimaänderungen und der Universität Hamburg ins Leben gerufen.

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Zum Kurs „klima.fit“ an der Volkshochschule Arnstadt-Ilmenau