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Thüringens Wirtschaftsminister würdigt CATL-Ansiedlung als Initialzündung für „Battery Valley Thüringen“

In die Batteriefabrik CATL auf der Industriegroßfläche „Erfurter Kreuz“ wurden 1,8 Milliarden Euro investiert, es sollen bis zu 2000 neue Arbeitsplätze entstehen.

 

Noch ist viel zu arbeiten auf der Baustelle des Batteriewerks CATL, doch noch in diesem jahr soll die Produktion hochgefahren werden. Foto: wr

Eine der bedeutendsten Industrieansiedlungen in Thüringen geht auf die Zielgerade: Anfang April haben Energieministerin Anja Siegesmund und Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee die für die Inbetriebnahme der Batteriefabrik CATL notwendige Betriebsgenehmigung nach der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) übergeben. Die Zellproduktion im Werk am Erfurter Kreuz soll damit nun in der zweiten Hälfte dieses Jahres hochfahren. Bereits jetzt sind 500 Menschen aus der Region an Bord, perspektivisch sollen mehr als 2.000 Arbeitsplätze entstehen. Das Werk ist die erste CATL-Produktionsstätte außerhalb Chinas, 1,8 Milliarden Euro hat das Unternehmen in den Standort investiert. Die Produktionskapazität liegt zunächst bei acht Gigawattstunden pro Jahr, ausreichend für etwa 120.000 E-Autos. Mit dem seit 2020 in direkter Nachbarschaft befindlichen Fraunhofer IKTS wird ein Batterie-Innovations- und Technologie-Center (BITC) in Kooperation mit CATL produktionsnahe Forschung betreiben.

Die beteiligten Behörden auf Landes- und kommunaler Ebene haben für ein schnelles Ergebnis im Genehmigungsprozess erstmals neue Wege beschritten, teilte das Thüringer Wirtschaftsministerium mit. Die zuständige Genehmigungsbehörde, das Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz, koordinierte regelmäßige Zusammenkünfte mit der Antragstellerin und den Behörden und sorgte für einen schnellen Austausch von Informationen. Die Beteiligung und Information der Öffentlichkeit wurde trotz Pandemie mit Online-Konsultationen gewährleistet. Das Ergebnis: Eine vollumfängliche Genehmigung bereits weit vor dem Start der Produktion. Diese Beschleunigung des Verfahrens soll auch mit Blick auf den Ausbau der erneuerbaren Energien in Thüringen zum neuen Standard werden. Das Verfahren von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Betriebsgenehmigung dauerte rund dreieinhalb Jahre. Das ist für die Komplexität der Anlage eine enorm kurze Verfahrensdauer.

Lithium-Ionen-Batterien erstmals in Deutschland produziert

Lithium-Ionen-Batterien werden erstmalig überhaupt in Deutschland hergestellt und dies in Thüringen in einem hochmodernen, komplexen Fertigungsverfahren, freut sich Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee: „Für Thüringen ist die Ansiedlung von CATL eine der bedeutendsten Industrieinvestitionen der letzten Jahrzehnte.“ Mit der jetzt bestandskräftigen zweiten Teilgenehmigung ist der Betrieb der Anlage mit einer Teilkapazität von acht Gigawattstunden zugelassen. Derzeit werden die Hallen mit Installationen und Maschinen ausgestattet, sodass noch in diesem Jahr die ersten Batterien „Made in Thüringen“ vom Band laufen können. Die Anlage, deren Errichtung bereits 2020 begann, soll Ende des Jahres 2022 in Vollleistung produzieren. Thüringens Energieministerin Anja Siegesmund unterstreicht, dass Elektromobilität in Deutschland aktuell immens an Fahrt gewinnt: „Die Batterieherstellung und die E-Mobilität sind schon jetzt ein Erfolg. Wir brauchen Unternehmen, die sich engagieren und bereits in der Produktion Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung berücksichtigen.“

CATL-Europachef Matthias Zentgraf betont: „Die zentrale Lage unseres Werks am Erfurter Kreuz in Europa sehen wir als großen Vorteil für unsere Vertragspartner in ganz Europa.“ Das Werk gebe einen grundlegenden Impuls zur dringend notwendigen Energiewende. Für den chinesischen Investor sei es eine Freude, als erstes Unternehmen eine Genehmigung zur Herstellung von Batterien „Made in Central-Europe“ erhalten zu haben. Außerdem würdigte Zentgraf, dass die Zusammenarbeit mit den Behörden während des Genehmigungsverfahrens vorbildlich funktioniert hat. Ein zügiges Genehmigungsverfahren sei für den Auftraggeber immer von hoher wirtschaftlicher Bedeutung. Der chinesische Konzern CATL hat sich 2018 für die Ansiedlung in Thüringen entschieden. Der Standort am Erfurter Kreuz wird das erste Werk des Konzerns außerhalb Chinas sein. Betrieben wird die Anlage vor Ort von einem eigens gegründeten Unternehmen: CATT – der Contemporary Amperex Technology Thuringia GmbH.

Quelle: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Zur CATL Contemporary Amperex Technology GmbH