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Umbruch in der Automobilbranche aktiv gestalten

Klassische Verbrennungsmotoren werden in der Automobilindustrie noch bis mindestens Mitte der 2030er Jahre eine Rolle spielen – zunehmend allerdings in Form von Hybridantrieben. Darauf hat Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee auf dem „Branchentag Automotive 2019“ des Thüringer Automobilclusters „automotive thüringen“ verwiesen. Diese Übergangsphase müsse die Zulieferindustrie nutzen, um auf neue Antriebstechnologien umzustellen oder ganz neue Geschäftsfelder zu erschließen, sagte Tiefensee. Das Land könne diesen Prozess flankieren, die Unterstützung reiche von der Investitions-, Forschungs- und Qualifizierungsförderung bis hin zu Beratungsangeboten, etwa über das Innovationszentrum Mobilität in Ilmenau oder die Kompetenzzentren zur Digitalisierung in Ilmenau und Erfurt.

Um die Chancen zu nutzen und die potentiellen Risiken zu minimieren, hat das Land bereits im vergangenen Jahr die „Automobile Agenda Thüringen“ vorgelegt. Diese beschreibt acht wichtige Handlungsfelder für Wirtschaft und Politik in Thüringen und erste konkrete Maßnahmen. Dazu zählen Themen wie eine verstärkte Investorenakquise in automobilen Wachstumsfeldern (beispielsweise Elektromobilität, Batterie, Leichtbau etc.), die Stärkung vorhandener Forschungs- und Branchencluster, die Unterstützung innovativer Forschungsprojekte zum Beispiel im Leichtbau am Thüringer Innovationszentrum Mobilität), die Fachkräftegewinnung oder ein regelmäßiges Branchenmonitoring.

Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt ist aus Sicht des Wirtschaftsministers eine stärkere Zusammenarbeit der vielen kleinen und mittelständischen Unterneh­men in Thüringen. Auch darauf wolle man mit der „Automotive Agenda Thüringen“ hinwirken. „Die Zukunft für die Thüringer Branche liegt in einer regel­mäßigen, projektbezogenen Kooperation“, sagte Tiefensee.