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Mitarbeiter zweier Fraunhofer-Einrichtungen werden Seite an Seite forschen

Das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB blickte auf 20 Jahre Institutsteil Angewandte Systemtechnik in Ilmenau zurück.

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (v.l.), Professor Raimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Professor Thomas Rauschenbach, Chef des Fraunhofer AST und Professor Giovanni Del Galdo vom Fraunhofer IIS. Foto: Christoph Gorke

Mit der Vorstellung der Pläne für einen Institutsneubau gemeinsam mit dem Freistaat Thüringen setzte die Fraunhofer-Gesellschaft ein Zeichen für die Zukunft der angewandten Spitzenforschung in Ilmenau. Beide Ereignisse feierten der Institutsteil Angewandte Systemtechnik (AST) des Fraunhofer IOSB und die Forschungsgruppe Drahtlose Verteilsysteme (DVT) des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS am 17. September gemeinsam mit Wolfgang Tiefensee, Thüringens Minister für Wirtschaft und Wissenschaft, sowie mit Professor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Darüberhinaus hatten aus diesem Anlass viele Gäste aus Forschung und Industrie den Weg zu dem Fraunhofer-Standort im Gewerbegebiet „Am Vogelherd“ in Ilmenau gefunden.

Gemeinsamer Institutsneubau ab 2016

Seite an Seite forschen, entwickeln und tagen können ab Oktober 2018 die Mitarbeiter des Institutsteils AST des Fraunhofer IOSB und der Projektgruppe DVT des Fraunhofer IIS im gemeinsamen Institutsneubau, der am Standort Ilmenau im Gewerbegebiet „Am Vogelherd“ errichtet wird. Ab Sommer 2016 entstehen hier auf vier Ebenen und insgesamt 3400 Quadratmetern Büro-, Labor-und Schulungsräume, in denen bis zu 212 Mitarbeiter Platz finden. Das Grundstück von insgesamt 18.000 Quadratmetern ermöglicht zudem, das Gebäude bei Bedarf zu erweitern. Professor Albert Heuberger, Leiter des Fraunhofer IIS, und Dr. Reinhard Ebert, stellv. Leiter des Fraunhofer IOSB, stellten im Rahmen des Festakts die Planungen zu diesem Bau erstmals der Öffentlichkeit vor. Die geschätzten Baukosten liegen bei 25 Millionen Euro.

Professor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft: „Leistung und Mitarbeiterzahl des Institutsteils Angewandte Systemtechnik des Fraunhofer IOSB haben sich in den vergangenen 20 Jahren äußerst positiv entwickelt. Mit dem neuen Gebäude, in das auch die Projektgruppe Drahtlose Verteilsysteme des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS einzieht, werden die Synergien zwischen den Forschenden weiter intensiviert.“ 

Professor Albert Heuberger, Institutsleiter des Fraunhofer IIS: „Die Forschungsgruppe Drahtlose Verteilsysteme (DVT), die wir 2008 in Ilmenau angesiedelt haben, hat sich durch vielseitige Kooperationen mit der TU Ilmenau und ihrer soliden wirtschaftlichen Entwicklung im Bereich Funksysteme bewährt. Die Gruppe ist stetig gewachsen und wird nun in eine reguläre Abteilung des Fraunhofer IIS überführt werden. Der Neubau in Ilmenau schafft dafür optimale Voraussetzungen. Das räumliche Zusammenrücken mit dem Fraunhofer IOSB-AST wird die bestehende Kooperation im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien intensivieren.“

20 Jahre Systemtechnik

Neben dem Neubau stand auch ein Jubiläum auf der Tagesordnung: Als erste Einrichtung in Ilmenau beziehungsweise als zweiter Standort der Fraunhofer-Gesellschaft in Thüringen ist der heutige Institutsteil Angewandte Systemtechnik des Fraunhofer IOSB vor 20 Jahren als Anwendungszentrum mit drei festen Mitarbeitern gestartet. In diesem Zeitraum kann man auf über 800 Industrie- und Forschungsprojekte zurückblicken. Heute bearbeiten über 100 Mitarbeiter Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als fünf Millionen Euro. Gewürdigt wurden die Leistungen des Institutsteils in zwei Festvorträgen durch Professor Georg Bretthauer, Karlsruher Institut für Technologie, sowie in einem Rückblick durch Professor Thomas Rauschenbach, Leiter des Fraunhofer IOSB-AST.

Prof. Jürgen Beyerer, Institutsleiter Fraunhofer IOSB: „Das Fraunhofer IOSB-AST hat sich seit seiner Gründung vor 20 Jahren kontinuierlich, solide und nachhaltig zu einer hochsichtbaren und international gefragten Forschungseinrichtung u. a. auf den Gebieten Energie- und Wassermanagement sowie der Unterwasser- und Landrobotik entwickelt. Ein neues, modernes Gebäude ist für die weitere erfolgreiche Entwicklung des AST unerlässlich und wird unsere Forscherinnen und Forscher zu neuen Höchstleistungen motivieren.“