EN
DE

Das stärkste Wachstum liegt auf dem Gebiet des Brandschutzes

Technische Isoliersysteme für Wärme-, Kälte, Schall- und Brandschutz vertreibt die Kiesewetter Isolierzubehör-Vertriebs GmbH& Co. KG.

Besichtigung der Arnstädter Kiesewetter-Filiale: (v.l.) Stadträtin Martina Lang, Bürgermeister Alexander Dill, Filialleiter Martin Schulz und Jörg Neumann, Leiter der Abteilung Wirtschaftsförderung der Stadt Arnstadt. Foto: wr

Arnstadts Bürgermeister Alexander Dill besuchte gestern die Thüringer Filiale der Kiesewetter Isolierzubehör-Vertriebs GmbH& Co. KG auf dem Gewerbegebiet Arnstadt Nord. Filialleiter Martin Schulz begrüßte neben dem Bürgermeister Stadträtin Martina Lang (SPD) und Jörg Neumann, Abteilungsleiter Wirtschaftsförderung der Stadt Arnstadt. Das Unternehmen mit Hauptsitz im Mittelfränkischen Baiersdorf betreibt deutschlandweit acht Filialen, darunter die in Arnstadt, die ganz Thüringen sowie Teile Nordhessens betreut. Die Kiesewetter GmbH& Co. KG ist Teil des belgischen IPCOM-Konzerns.

Der Bürgermeister Dill erfuhr im Gespräch mit dem Filialleiter, dass das Geschäft mit Dämmstoffen, insbesondere im Bereich des Brandschutzes, stark reguliert und mit vielen gesetzlichen Vorschriften behaftet ist. Dennoch, so Schulz, ist es gerade dieses Geschäftsfeld, auf dem das stärkste Wachstum zu verzeichnen ist. Das habe auch damit zu tun, dass in den zurückliegenden Jahren gerade beim Brandschutz sehr hohe Standards entwickelt wurden und nunmehr großer Nachholbedarf besteht. Die Frage des Bürgermeisters, ob denn diese hohen Anforderungen gerechtfertigt seien, konnte der Filialleiter so nicht beantworten. Immerhin kann sein Unternehmen davon profitieren. Und er hob hervor, dass es auf diesem Gebiet sehr viel Beratungsbedarf gibt.

Die Kiesewetter Isolierzubehör-Vertriebs GmbH& Co. KG beliefert insbesondere Firmen, die auf großen Baustellen tätig sind. Hier sah er für seine Filiale einen gewissen Nachteil, weil es in Thüringen nicht so viele große Bauprojekte gibt. Dennoch zeigte er sich mit der geschäftlichen Entwicklung der letzten Jahre recht zufrieden. Immerhin konnte die Belegschaft auf acht Mitarbeiter anwachsen. Etwa drei Lastzüge mit Dämmstoffen werden pro Woche umgesetzt. Im kommenden Jahr ist eine Erweiterung im Bereich der Akustikdämmstoffe geplant. Dazu soll ein Hochregal für Akustikpanele errichtet werden.

Beim Namen Kiesewetter fällt zumindest älteren Arnstädtern die ehemalige Handschuhfabrik Liebmann & Kiesewetter ein. Und wie Martin Schulz den Gästen berichtete, liegen dort tatsächlich auch die Ursprünge für die heutige Arnstädter Kiesewetter-Filiale. Pedro Kiesewetter, Nachfahre der Gründer der Handschuhfabrik, wollte dass sein Name, der Tradition folgend, nach 1990  wieder in Arnstadt verankert wird. Er stand der Kiesewetter Isolierzubehör-Vertriebs GmbH& Co. KG vor, die er von seinem Vater Ernst Kiesewetter übernommen hatte. So gründete er in Arnstadt neu. Am ersten Juli 1990 nahm die Filiale im Lohmühlenweg ihre Arbeit auf. Zu zweit haben Martin Schulz und der inzwischen verstorbene Klaus Ziegler damals Dämmstoffe vertrieben. Heute befindet sich der Betrieb in einem modernen Gebäude in der August-Rost-Straße in Arnstadt.