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Positiver Wanderungssaldo kann Sterbefallüberschuss nicht ausgleichen

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik jetzt mitteilte, ist die Einwohnerzahl des Ilm-Kreises von 2016 auf 2017 um 389 zurückgegangen.

 

Auch im Ilm-Kreis ist die Einwohnerzahl von 2016 auf 2017 wie in ganz Thüringen geschrumpft. Foto: wr

Die Bevölkerung des Ilm-Kreises ist weiter geschrumpft. Lebten zum 30. September 2016 noch 109.203 Einwohner im Ilm-Kreis, waren es zum Stichtag 30. September 2017 nur noch 108.814. Somit hatte der Ilm-Kreis 389 Bewohner weniger. Auch im Landkreis Gotha ist die Einwohnerzahl im gleichen zurückgegangen, aber um 120 Bewohner. So wurden dort zum Stichtag 135.494 Einwohner gezählt. Unter den Thüringer Landkreisen kann der Landkreis Gotha weiterhin die höchste Einwohnerzahl vorweisen. Danach folgen der Wartburgkreis (124.239), der Landkreis Schmalkalden-Meiningen (123.110) und dann erst der Ilm-Kreis. Unter den kreisfreien Städten ist die Landeshauptstadt Erfurt mit 211.829 Einwohnern am größten. Sie verzeichnete mit einem Plus von 1739 Einwohnern den größten Zuwachs. Danach folgen die Universitätsstadt Jena mit 109.975 Einwohnern und einem Plus von 799, die Stadt Gera mit 94.861 Einwohnern und einem Zuwachs von 176 Bewohnern sowie die Stadt Weimar mit 64.041 Einwohnern und einem Minus von zwei Einwohnern. Gewachsen ist auch Eisenach auf 42.520 Einwohner, mit einem Plus vo 220. Größere Verluste musste lediglich die Stadt Suhl hinnehmen, die um 396 Einwohner schrumpfte und 35.121 Bewohner zählte.

Am 30. September 2017 hatte Thüringen 2.151.083 Einwohner, davon 1.064.970 Personen männlichen und 1.086.113 weiblichen Geschlechts. Damit verringerte sich nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik die Bevölkerungszahl seit Jahresbeginn bis zum 30. September 2017 um 7045 Personen beziehungsweise um 0,33 Prozent. Im Vergleich zum 30. September 2016 nahm Thüringens Einwohnerzahl um 7451 Personen beziehungsweise um 0,35 Prozent ab. Der Einwohnerverlust bis zum 30. September 2017 resultierte aus einem Sterbefallüberschuss von 8333 Personen, welcher durch einen leicht positiven Wanderungssaldo von 1205 Personen abgemildert wurde. In den ersten neun Monaten des Jahres 2016 betrug der Sterbefallüberschuss 6814 Personen und der Wanderungssaldo -4861 Personen.

Von Januar bis September 2017 wurden in Thüringen 13.848 Kinder geboren. Im selben Zeitraum starben 22.181 Menschen. In den ersten drei Quartalen 2016 kamen 14.092 Lebendgeborene in Thüringen zur Welt, während 20.906 Menschen starben. Der Wanderungssaldo bis zum 30. September 2017 resultierte aus 38.268 Zuzügen und 37.063 Fortzügen über die Thüringer Landesgrenze. Von Januar bis September 2016 wurden 42.142 Zuzüge und 47.003 Fortzüge registriert.

Während Thüringen gegenüber dem Ausland eine positive Wanderungsbilanz aufwies (Januar bis September 2017: 5171 Personen), verlor der Freistaat gegenüber den anderen Bundesländern erneut Einwohner (Januar bis September 2017: -3966 Personen).