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Der Wohnungsbau in Thüringen zeigte 2017 eine rückläufige Tendenz

Im Jahr 2017 meldeten die Thüringer Bauaufsichtsbehörden insgesamt 4757 fertig gestellte Wohnungen, 327 davon im Ilm-Kreis.

Im Ilm-Kreis wurden 2017 327 Wohnungen fertig gestellt. Foto: wr

Das seit Jahren höchste Fertigstellungsergebnis aus 2016 mit 5484 bezugsfertigen Wohnungen konnte im Jahr 2017 nicht erreicht werden. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik waren die Fertigstellungen gegenüber dem Vorjahr um 13,3 Prozent rückläufig. In Thüringen wurden 3220 Neubauwohnungen in Wohngebäuden für den Einzug fertig, im Ilm-Kreis waren es 238. Für Thüringen bedeutet das gegenüber dem Vorjahr 9,2 Prozent weniger Wohnungen. In gemischt genutzten Gebäuden, die nicht vorrangig zum Wohnen errichtet wurden, sind 79 neue Wohnungen fertig gestellt. Die Baumaßnahmen im Bestand, also Umbauten, Ausbauten oder Erweiterungen bereits bestehender Gebäude erreichten eine Fertigstellungszahl von 1458 Wohnungen. Im Ilm-Kreis wurden 88 Wohnungen in bestehenden Gebäuden fertig gestellt.

Mit 1696 neuen Einfamilienhäusern bleibt der Trend zum Eigenheim in Thüringen weiterhin bestehen, so das Thüringer Landesamt für Statistik. 52,7 Prozent der Neubauwohnungen in Wohngebäuden werden 2017 in dieser Gebäudeart bezogen. Für 134 Wohnungen in Zweifamilienhäusern ist 2017 die Fertigstellung gemeldet worden (2016: 168). Im Geschoßbau werden für mögliche Mieter 1390 Wohnungen zur Verfügung stehen, davon 213 in Wohnheimen.

Die Bedeutung der privaten Bauherren als Verantwortlicher für die Fertigstellung von Neubauwohnungen in Wohngebäuden nahm gegenüber dem Vorjahr zu. So wurde anteilig für 66 Prozent der fertigen Neubauten (2016: 59 Prozent) die Bauherrenaufgabe übernommen. Für die Gruppe der Unternehmen, darunter überwiegend für Wohnungsunternehmen wurden anteilig 24 Prozent der Wohnungen für den Bezug fertig gestellt (2016: 19 Prozent). Der öffentliche Bauherr (als öffentliche Bauherren gelten Kommunen, kommunale Wohnungsunternehmen sowie Bund und Land) erreichte einen Anteil von 1 Prozent (2016: 10 Prozent) und ist damit gegenüber dem Vorjahr stark rückläufig.