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Die Industrie in Ilm-Kreis und Landkreis Gotha ist stark im Auslandsgeschäft

Im 1. Vierteljahr 2018 wurden aus Thüringen Waren im Wert von 3,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 2,8 Milliarden Euro importiert.

Produkte aus Thüringen sind im Ausland gefragt. Auch die Industrie im Ilm-Kreis profitiert von der hohen Auslandsnachfrage. Foto: wr

Damit setzten die Thüringer Exporte einen langanhaltenden Wachstumskurs fort und stiegen gegenüber dem 1. Vierteljahr 2017 um 3,8 Prozent. Die Thüringer Importe stiegen nach Mitteilung des Thüringer Landesamts für Statistik gegenüber dem 1. Vierteljahr 2017 um 9,0 Prozent. Allein die Industrie im Ilm-Kreis realisierte im 1. Quartal 2018 Auslandsumsätze im Wert von gut 349 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung um knapp 51 Prozent gegenüber dem 1. Quartal des Vorjahres. Damals konnten reichlich 231 Millionen Euro im Export umgesetzt werden. Eine ähnlich positive Entwicklung ist auch im Landkreis Gotha zu beobachten. Dort stiegen die Auslandsumsätze der Industrie um 38 Prozent von gut 247 Millionen Euro im 1. Quartal 2017 auf 342 Millionen Euro im 1. Quartal 2018. Damit steht die Industrie der beiden Nachbarkreise gleich nach Jena an der Spitze der Auslandsumsätze in Thüringen.

Ausfuhren

Im 1. Vierteljahr 2018 wurden Waren im Gesamtwert von 3,9 Milliarden Euro aus Thüringen ausgeführt. Gegenüber dem 1. Vierteljahr des Jahres 2017 stieg das Volumen der Thüringer Exporte damit um 3,8 Prozent. In europäische Staaten exportierte Thüringen im 1. Vierteljahr 2018 Waren im Wert von 2,9 Milliarden Euro (+ 7 Prozent), nach Asien im Wert von 0,6 Milliarden Euro (+ 5 Prozent), nach Amerika im Wert von 0,4 Milliarden Euro (-12 Prozent). Die Thüringer Exporte in die Eurozone betrugen im gleichen Zeitraum 1,5 Milliarden Euro (+ 10 Prozent).

Frankreich mit einem Warenwert von 268 Millionen Euro lag an der Spitze der bedeutendsten Empfängerländer Thüringer Exporte im 1. Vierteljahr 2018. Ungarn (266 Millionen Euro) lag in dieser Reihung auf dem 2. Platz, vor den Vereinigten Staaten (256 Millionen Euro), Spanien (253 Millionen Euro) und dem Vereinigten Königreich (250 Millionen Euro). In die fünf genannten Länder gingen 33 Prozent aller Thüringer Exporte im 1. Vierteljahr 2018.

Mit einem Anteil von 18,9 Prozent entfiel auf die Warenuntergruppe „Fahrgestelle, Karosserien und Motoren für Kraftfahrzeuge“ der mit Abstand größte Warenwert (741 Millionen Euro) der aus Thüringen exportierten Güter. Bedeutende Warenwerte wurden auch aus den Warenuntergruppen „Waren aus Kunststoffen“ (244 Millionen Euro), „Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung“ (169 Millionen Euro) „mess-, steuerungs- und regelungstechnische Erzeugnisse“ (167 Millionen Euro) und „pharmazeutische Erzeugnisse“ (146 Millionen Euro) exportiert. Auf die fünf genannten Warenuntergruppen entfielen 37 Prozent aller Thüringer Exporte im 1. Vierteljahr 2018.

Einfuhren 

Im 1. Vierteljahr 2018 wurden Waren im Gesamtwert von 2,8 Milliarden Euro nach Thüringen eingeführt. Gegenüber dem 1. Vierteljahr des Jahres 2017 stieg das Volumen der Thüringer Importe damit um 9,0 Prozent. Aus den europäischen Staaten importierte Thüringen Waren im Wert von 2,2 Milliarden Euro (+ 13 Prozent), aus den asiatischen Staaten Waren im Wert von 0,4 Milliarden Euro (- 6 Prozent). Die Thüringer Importe aus der Eurozone betrugen im gleichen Zeitraum 1,1 Milliarden Euro (+ 5 Prozent).

Mit Einfuhren im Wert von 251 Millionen Euro lag die Volksrepublik China im 1. Vierteljahr 2018 an der Spitze der bedeutendsten Lieferländer der Thüringer Importe. Auf den nachfolgenden Plätzen lagen Polen (243 Millionen Euro), das Vereinigte Königreich (240 Millionen Euro), Italien (216 Millionen Euro) und die Niederlande (209 Millionen Euro). Aus diesen fünf Ländern stammten 41 Prozent aller Thüringer Importe im 1. Vierteljahr 2018. 6,2 Prozent aller Thüringer Importe im 1. Vierteljahr 2018 entfielen auf „Luftfahrzeuge“ (174 Millionen Euro), 4,6 Prozent auf „Fahrgestelle, Karosserien und Motoren für Kraftfahrzeuge“ (129 Millionen Euro) und 4,2 Prozent auf „Möbel“ (119 Millionen Euro).