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Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

Im Jahr 2017 wurde in Thüringen für 359 im Ausland erworbene berufliche Ausbildungsnachweise die vollständige oder eingeschränkte Gleichwertigkeit zu einer in Deutschland erworbenen Berufsqualifikation festgestellt beziehungsweise anerkannt, teilte das Thüringer Landesamt für Statistik mit. Insgesamt wurden von den zuständigen Stellen während des Jahres 2017 495 Anerkennungsverfahren bearbeitet, davon 314 Anträge zu bundesrechtlich) geregelten und 181 Anträge zu nach Thüringer Recht) geregelten Berufen. Damit stieg die Zahl der Verfahren im Vergleich zum Jahr 2016 (454 Verfahren) um 9,0 Prozent. Bei 50,1 Prozent der Verfahren wurden die Anträge von Frauen gestellt.

Bei 68,3 Prozent (284 Verfahren) der 416 abgeschlossenen Verfahren wurde die ausländische Berufsausbildung mit voller Gleichwertigkeit anerkannt. In 14,7 Prozent (61 Anträge) der Fälle wurde festgestellt, dass wesentliche Unterschiede gegenüber der in Deutschland geregelten Berufsqualifikation mit Auflage einer Ausgleichsmaßnahme ausgeräumt werden können. Ein partieller Berufszugang wurde in 14 Fällen (3,4 Prozent) beschieden. Negativ fiel die Entscheidung im Jahr 2017 bei 13,7 Prozent (57 Verfahren) aus. Für 69 Anträge war Ende 2017 noch keine Entscheidung gefallen, ohne Bescheid wurden zehn Verfahren beendet.

Rund zwei Drittel (298) der beantragten Anerkennungen betrafen medizinische Gesundheitsberufe. Aus dem Bereich Lehrende und ausbildende Berufe wurden 96 Verfahren bearbeitet. Fast ein Drittel der Anerkennungsverfahren (159) bezog sich auf Abschlüsse, die innerhalb der Europäischen Union erworben wurden. Weitere 153 Verfahren (30,9 Prozent) wurden für Berufsqualifikationen aus dem übrigen europäischen Ausland durchgeführt. 181 Verfahren (36,6 Prozent) befassten sich mit Ausbildungsnachweisen aus dem außereuropäischen Ausland, darunter 130 mit in Asien erworbenen Abschlüssen.