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Im Ilm-Kreis ist die Zahl der Geburten im Jahr 2017 leicht angestiegen

Das Thüringer Landesamt für Statistik hat die Zahlen der Geburten und Sterbefälle im Freistaat von 2017 im Vergleich zum Vorjahr veröffentlicht.

Die Zahl der Geburten ist im Ilm-Kreis 2017 weiter angestiegen, dennoch überwiegen die Sterbefälle und sorgen für ein Minussaldo: Foto: wr

Im Jahr 2017 wurden in Thüringen 18.132 Geburten und 29.361 Sterbefälle registriert. Das sind 343 Geburten weniger (-1,9 Prozent) und 1.049 Sterbefälle mehr (+3,7 Prozent) im Vergleich zum Jahr 2016. Die leicht gesunkene Zahl an Geburten bei gleichzeitigem Anstieg an Sterbefällen führte im Jahr 2017

zu einer deutlichen Erhöhung des sogenannten Geburtendefizits in Thüringen. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, lag dieses mit 11.229 Personen um 1.392 Personen höher als noch 2016 und damit so hoch wie seit dem Jahr 1996 nicht mehr.

Im Ilm-Kreis ist die Zahl der Geburten von 876 im Jahr 2016 auf 892 in 2017 um 16, beziehungsweise 1.8 Prozent gestiegen. Leicht rückläufig war die Zahl der Sterbefälle, die sich um acht von 1.467 auf 1.459 verringerte. Dennoch musste auch der Ilm-Kreis, wie fast alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte ein Minussaldo, also einen Bevölkerungsrückgang um 567 Einwohner verzeichnen. Immerhin fiel das Minus im Vergleich zum Jahr 2016 mit 24 etwas geringer aus. Im Landkreis Gotha ging die Zahl der Geburten von 2016 auf 2017 um 6,2 Prozent zurück. Zugleich nahmen die Sterbefälle um 6,2 Prozent zu. Damit zeigt sich im Landkreis Gotha mit 183 das zweitgrößte Minussaldo in Thüringen nach dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, der mit einem Überschuss von 193 Sterbefällen an der negativen Spitze liegt.

Erfurt: meiste Geburten, meiste Sterbefälle

Unter den Thüringer Landkreisen und kreisfreien Städten wurden in der Stadt Erfurt mit 2.194 Geburten die meisten gezählt, gefolgt von der Stadt Jena (1.160 Kinder) und dem Landkreis Gotha (1.128 Kinder). Die Städte Suhl (226 Kinder) und Eisenach (379 Kinder), sowie der Landkreis Sonneberg (398 Kinder) wiesen absolut betrachtet die wenigsten Geburten im Jahr 2017 auf. Die meisten Sterbefälle wurden wie auch im Vorjahr mit 2.489 gestorbenen Personen in Erfurt erfasst, gefolgt vom Landkreis Gotha mit 1.877 Gestorbenen und dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen mit 1.781 Gestorbenen. Die wenigsten Sterbefälle wurden in der Stadt Suhl (553 Personen), in der Stadt Eisenach (615 Personen) und in der Stadt Weimar (798 Personen) registriert.

Jena konnte 2017 als einzige Stadt einen Geburtenüberschuss aufweisen. In der Stadt an der Saale wurden 96 Kinder mehr geboren als Personen gestorben sind. In allen anderen kreisfreien Städten und Landkreisen starben hingegen mehr Personen, als gleichzeitig Kinder geboren wurden. Den geringsten

negativen Saldo wiesen darüber hinaus die Stadt Weimar (-172 Personen), die Stadt Eisenach (-236 Personen) sowie die Stadt Erfurt (-295 Personen) auf. Das höchste Geburtendefizit gab es mit -910 Personen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, gefolgt vom Landkreis Schmalkalden-Meiningen mit -780 Personen und dem Landkreis Greiz (-768 Personen).