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Industrie von Ilm-Kreis und Landkreis Gotha sind Umsatzspitzenreiter in Thüringen

Die Industrieunternehmen der beiden Nachbarkreise erzielten zusammen im ersten Halbjahr 2018 einen Umsatz von fast 2,7 Milliarden Euro.

Die Industrie der beiden Nachbarkreise Ilm-Kreis und Gotha steht erneut an der Umsatzspitze in Thüringen. Foto: wr

Die Unternehmen von vier Thüringer Landkreisen erwirtschafteten jeweils ein Umsatzvolumen von über einer Milliarde Euro. So verbuchte der Ilm-Kreis als Umsatzspitzenreiter einen Umsatz in Höhe von fast 1,4 Milliarden Euro, gefolgt vom Landkreis Gotha mit knapp 1,3 Millarden Euro. Im Wartburgkreis erzielte die Industrie 1,29 Millionen Euro sowie im Landkreis Schmalkalden-Meiningen leicht über eine Milliarde Euro Umsatz. Den höchsten absoluten und relativen Umsatzzuwachs erzielte der Ilm-Kreis mit 166 Millionen Euro, das ist ein Plus von 13,6 Prozent. Im Landkreis Gotha wurde ein Zuwachs von 3,4 verzeichnet. Bei der Exportquote lag der Landkreis Gotha mit 40,8 Prozent und einer Steigerung um zwei Prozent leicht vor dem Ilm-Kreis, wo eine Exportquote von 40,3 Prozent, bei einer Steigerung um 4,7 Prozent erreicht wurde. Hier befinden sich die beiden Landkreise im guten Mittelfeld. Die Stadt Jena wies mit 68,6 Prozent unangefochten die höchste Exportquote aus.

Fünf Kreise und zwei kreisfreie Städte mit Umsatzeinbußen

Insgesamt erzielten die Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten im 1. Halbjahr 2018 einen Umsatz von 16?Milliarden Euro und somit eine Umsatzsteigerung von 448?Millionen Euro. Das ist ein Plus von 2,9 Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. In sechzehn Landkreisen und kreisfreien Städten Thüringens stiegen nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im 1. Halbjahr 2018 die Industrieumsätze im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Aber: fünf Kreise und zwei kreisfreie Städte mussten Umsatzeinbußen hinnehmen. Den höchsten absoluten und relativen Umsatzrückgang verbuchte die kreisfreie Stadt Eisenach mit 249 Millionen Euro, ein Minus von 20,9 Prozent.

Im Monatsdurchschnitt waren im 1. Halbjahr 2018 in Thüringer Industriebetrieben 147.000 Personen tätig. In diesem Zeitraum gab es 3.260 Arbeitsplätze mehr als ein Jahr zuvor. Sonneberg lag mit 429 zusätzlichen Arbeitsplätzen an der Spitze. Im Landkreis Gotha waren 12.209 Mitarbeiter in 56 Betrieben beschäftigt. Ein Zuwachs von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Ilm-Kreis wurden 9.251 Beschäftigte in 61 Unternehmen gezählt, was einen Zuwachs von 0,3 Prozent der Beschäftigten bedeutet. Zwei Kreise und drei kreisfreie Städte profitierten nicht von dem Plus an tätigen Personen. Die Stadt Erfurt verzeichnete mit minus 169 Personen den höchsten absoluten Arbeitskräfterückgang und die Stadt Weimar mit minus 7,6 Prozent den höchsten relativen Arbeitskräfterückgang.