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Studenten der Elektrochemie und Galvanotechnik erhalten erstmals Branchen-Stipendium

Der Zentralverband Oberflächentechnik vergibt bis zu drei Stipendien an Studenten, die sich für den Masterstudiengang Elektrochemie und Galvanotechnik eingeschrieben haben.

Professor Andreas Bund (r.), Leiter des Fachgebiets Elektrochemie und Galvanotechnik der TU Ilmenau, bei einer Konsultation mit Studierenden. Foto: TU Ilmenau/Cassandra Bräuer

Studenten des Studiengangs Elektrochemie und Galvanotechnik der Technischen Universität Ilmenau können zum Wintersemester 2018/19 erstmals ein Stipendium des Zentralverbandes Oberflächentechnik (ZVO) erhalten. Die Höhe des Stipendiums beträgt 400 Euro pro Monat und wird zunächst für zwei Semester vergeben. Danach können sich die Studenten mit Leistungsnachweisen aus ihrem Studium für ein weiteres zweisemestriges Stipendium bewerben. Die Bewerbungsfrist für das kommende Wintersemester endet am 15. November. Studenten dieses Studiengangs haben beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt, denn Elektrochemie und Galvanotechnik gewinnen im Zuge der Energiewende immer mehr an Bedeutung, während es nur wenige Fachkräfte gibt. Der ZVO fördert daher den wissenschaftlichen Branchennachwuchs an der TU Ilmenau, um später auf hochqualifizierte Fachkräfte zugreifen zu können.

Masterstudiengang in Deutschland einzigartig

Der Masterstudiengang Elektrochemie und Galvanotechnik der TU Ilmenau ist in Deutschland einzigartig. Studenten eignen sich tiefgehende Fachkenntnisse über elektrochemische Oberflächentechnik und elektrochemische Energiespeicherung und -wandlung an. Der Studiengang bietet beste Voraussetzungen für eine Karriere in den verschiedensten Branchen, denn moderne elektrochemische Techniken werden im Alltagsleben für zahllose Anwendungen eingesetzt, zum Beispiel im Automobilbereich für hochwertigen Korrosionsschutz und zur Herstellung metallischer Überzüge auf vielen Gebrauchsgegenständen, etwa Armaturen im Bad oder Kontakte und Leiterplatten in elektronischen Geräten. Elektrochemiker verbessern auch die Speicherkapazität von Batterien für die Unterhaltungselektronik und für Elektrofahrzeuge.

Generell sind für die Energieversorgung der Zukunft elektrochemische Speicher und Wandler Elemente von zentraler Bedeutung. Der Leiter des Fachgebiets Elektrochemie und Galvanotechnik, Professor Andreas Bund, freut sich, dass der Zentralverband Oberflächentechnik die Ausbildung an der TU Ilmenau offenbar in der Art schätzt, dass er an die Studenten Stipendien vergeben will: „Nach der Einrichtung der Stiftungsprofessur ,Elektrochemie und Galvanotechnik‘ ist dies ein weiterer Beleg dafür, dass dem ZVO die nachhaltige Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der elektrochemischen Oberflächentechnik wichtig ist.“

Studentinnen und Studenten, die sich für das Stipendium des Zentralverbandes Oberflächentechnik interessieren, finden den Bewerbungsantrag auf der Webseite des Fachverbandes: https://www.zvo.org/bildung/masterstipendium.html