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Von der Rentabilität der Solaranlagen zeigte sich der Oberbürgermeister a.D. recht angetan

Unternehmen in den neuen Ilmenauer Ortsteilen sind derzeit Ziele der Betriebsbesuche von Gerd-Michael Seeber, Oberbürgermeister a.D. und Beauftragter der Stadt Ilmenau.

Den Blick zur Sonne gerichtet: Dr. Volker Bergmann (r.) begrüßte OB a.D. Gerd-Michael Seeber (2.v.r), Langewiesens Ortsbürgermeister Wolfram Lorstch (l.) und Wirtschaftsförderer Sebastian Poppner (2.v.l.) in seinem Unternehmen. Foto: wr

Der SET Solar- und Energietechnik Dr. Bergmann GmbH in Langewiesen stattete Gerd-Michael Seeber, der als Beauftragter die Stadtverwaltung Ilmenau bis zur Wahl eines neuen Oberbürgermeisters führt, einen Besuch ab. Mit dabei waren Ortsbürgermeister Wolfram Lortsch und Sebastian Poppner, Wirtschaftsförderung der Stadt Ilmenau. Auf Seiten der SET GmbH nahm auch Sebastian Bergmann, Sohn des Geschäftsführers und Gründers teil, der insbesondere für die Planung von Solaranlagen zuständig ist und die Firma später übernehmen wird. Das Unternehmen auf dem Langewiesener Gewerbegebiet „In den Folgen“ wurde 2003 von Dr. Volker Bergmann als studiertem Elektrotechniker zunächst als Einzelunternehmen gegründet. 2005 erfolgte die Umgründung zur GmbH. Beratung, Planung, Projektierung, Errichtung und Inbetriebnahme kompletter Solaranlagen sind die Geschäftsfelder. 

Dr. Bergmann gab den Gästen einen Überblick über die Entwicklung der Firma, stellte Projekte vor und lud zu einem Rundgang ein. Sechs Mitarbeiter, darunter drei Monteure sind bei SET tätig. 800 Photovoltaikanlagen hat das Unternehmen bereits seit der Gründung errichtet. 450 davon befinden sich im Ilm-Kreis, aber auch deutschlandweit wurden 30 Anlagen gebaut. Insbesondere Kleinanlagen für den privaten Gebrauch errichtet die SET GmbH. Dennoch kann Bergmann auch auf eine ganze Reihe von Großanlagen verweisen, die er und seine Mitarbeiter gerade im Ilm-Kreis geplant und gebaut haben. Die Deponie Rehestädt gehört dazu, ebenso Arnstadt Kristall und Heller Maschinenbau Arnstadt sowie mehrere Schulen. Stolz ist der Geschäftsführer vor allem auf den Auftrag, beim Neubau des Fraunhofer IOSB, Institutsteil Angewandte Systemtechnik, auf dem Ilmenauer Gewerbegebiet „Vogelherd“, die Photovoltaikanlage zu errichten.

Effizienz durch Eigenverbrauch, Einspeisung und Speicherung

Gerd-Michael Seeber interessierte sind besonders für die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen mit Blick auf permanente Steigerungen der Strompreise in den zurückliegenden Jahren. Aus den Angaben von Volker Bergmann errechnete er schnell eine Ersparnis von 500 Euro pro Jahr bei einer Anlage von fünf Kilowatt Leistung. Sebastian Bergmann ergänzte, dass dies lediglich die Einsparung durch Eigenverbrauch sei. Durch Einspeisungen in das Energienetz könne mit nochmals 200 Euro an Einnahmen gerechnet werden. Zunehmend lassen sich Kunden zusätzlich Stromspeicher mit einbauen, ebenso eine Heizpatrone zur Warmwasserbereitung, mit der überschüssiger Strom sinnvoll genutzt werden kann. Damit kann die Effizienz nochmals gesteigert werden. Von der Rentabilität zeigte sich der Oberbürgermeister a.D. recht angetan.

Rund 80 Prozent der Privatkunden, so Dr. Bergmann, lassen sich Solaranlagen aus finanziellen Erwägungen auf ihren Hausdächern errichten. Der Eigenverbrauch steht dabei zumeist im Vordergrund, die Einspeisung wird angesichts der auf zwölf Cent herabgesetzten Einspeisevergütung eher als Ergänzung betrachtet. Allerdings gäbe es wegen der gesunkenen Erstellungskosten bei Investoren einen gewissen Trend zu Anlagen mit Volleinspeisung. An Aufträgen mangelt es der Solar- und Energietechnik Dr. Bergmann GmbH nicht. So profitiere das Unternehmen von dem allgemeinen Boom im Bauhandwerk und einer regen Investitionstätigkeit. Zunehmend gewinne auch die Wartung von Anlagen wirtschaftliche Bedeutung.