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Starke Ausprägung des Baugewerbes im Landkreis Gotha, Umsätze im Ilm-Kreis gestiegen

Der Umsatz der Bauwirtschaft ist in den Landkreisen Gotha und Ilm-Kreis im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um etwa 5,5 Millionen Euro angestiegen.

Baustelle in Ilmenau. Foto: wr

Die Thüringer Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten des Baugewerbes erzielten im ersten Halbjahr 2018 einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von 1,3 Milliarden Euro. Damit lag nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik das Ergebnis um 33 Millionen Euro beziehungsweise 2,5 Prozent (bei einem Arbeitstag weniger) über dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Gemeinsam betrachtet fand eine entsprechende Steigerung auch im Gebiet der beiden Landkreise Gotha und Ilm-Kreis mit etwa 5,5 Millionen Euro statt. Die höchsten Umsätze in der Bauwirtschaft werden in der Landeshauptstadt Erfurt mit gut 185 Millionen Euro erwirtschaftet. Es folgen der Landkreis Schmalkalden-Meiningen mit 85,8 Millionen und der Landkreis Eichsfeld mit 82,5 Millionen Euro.

Zahl der bauwirtschaftlichen Unternehmen leicht gesunken

Bei einem differenzierten Blick in die Statistik zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede. So ist die Bauwirtschaft im Landkreis Gotha mit aktuell 30 Unternehmen und fast 1550 Beschäftigten stärker aufgestellt als im Ilm-Kreis. Dort sind aktuell 25 Unternehmen mit 965 Beschäftigten in der Bauwirtschaft tätig. In beiden Kreisen ist damit die Zahl der bauwirtschaftlichen Unternehmen im ersten Halbjahr 2018 gegenüber 2017 leicht gesunken, im Landkreis Gotha von 33 auf 30 und im Ilm-Kreis von 27 auf 25 Firmen. Derweil sind die Mitarbeiterzahlen in der Bauwirtschaft des Landkreises Gotha in dem betrachteten Zeitraum von 1.486 auf 1.546 gestiegen, während sie im Ilm-Kreis von 993 auf 965 gesunken sind.

Beim Umsatz zeigt sich ebenfalls die stärkere Ausprägung des Baugewerbes im Landkreis Gotha. Dort erzielten Bauunternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten im ersten Halbjahr 2018 einen baugewerblichen Umsatz von 76 Millionen Euro. Im Ilm-Kreis waren es im gleichen Zeitraum 49,3 Millionen Euro. Für die Bauwirtschaft des Gothaer Landkreises bedeutet dies jedoch einen Umsatzrückgang um 8,3 Millionen Euro, denn im Vergleichszeitraum 2017 wurden 84,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Anders in Ilm-Kreis: hier stieg der baugewerbliche Umsatz um 2,8 Millionen Euro von 46,5 Millionen Euro im 2017 auf 49,3 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2018.

Insgesamt in Thüringen erzielten die Betriebe des Bauhauptgewerbes im ersten Halbjahr 2018 einen baugewerblichen Umsatz von 941 Millionen Euro. Das waren 63 Millionen Euro beziehungsweise 7,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei den Betrieben des Ausbaugewerbes lag der baugewerbliche Umsatz im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2017 rund 31 Millionen Euro beziehungsweise 6,8 Prozent niedriger. Hierbei muss jedoch berücksichtigt werden, dass ab 2018 im Ausbaugewerbe nur noch Betriebe ab 23 und nicht wie bisher, ab 20 Beschäftigten vom Landesamt für Statistik befragt wurden. Im Ausbaugewerbe wurden im ersten Halbjahr 2018 rund 422 Millionen Euro baugewerblicher Umsatz erwirtschaftet.

Zahl der Beschäftigen im Baugewerbe angestiegen

Im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2018 waren im Baugewerbe insgesamt 23 677 Personen beschäftigt. Das sind 520 Personen beziehungsweise 2,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In den Thüringer Betrieben des Bauhauptgewerbes waren 14 674 Personen tätig. Das waren 718 Personen bzw. 5,1 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2017. Das Ausbaugewerbe verzeichnete mit 9 004 Beschäftigten nach Reduzierung der befragten Betriebe von 263 im Jahr 2017 auf 228 im Jahr 2018 einen Rückgang um 197 Personen beziehungsweise 2,1 Prozent. Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten je Betrieb stieg in diesem Zeitraum von 35 auf 39 Personen.

Die Umsatzproduktivität (baugewerblicher Umsatz je Beschäftigten) erreichte im ersten Halbjahr 2018 im Baugewerbe insgesamt eine Höhe von 57 540 Euro, das sind 0,2 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2017. Im Bauhauptgewerbe mit einer Umsatzproduktivität in Höhe von 64.103 Euro wurde ein um 2,0 Prozent höherer Umsatz je Beschäftigten gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 erwirtschaftet. Im Ausbaugewerbe war die Umsatzproduktivität im ersten Halbjahr 2018 mit 46 844 Euro üblicherweise geringer als im Bauhauptgewerbe. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum sank sie jedoch um 4,7 Prozent.