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Auszeichnungen und Förderpreise für herausragende junge Wissenschaftler

Am 6. Oktober 2018, nahm die Technische Universität Ilmenau ihre neuen Studentinnen und Studenten in traditioneller Weise in die akademische Gemeinschaft auf.

Mit der feierlichen Immatrikulation in der Ilmenauer Festhalle wurden die neuen Studierenden in die TU Ilmenau aufgenommen. Foto: TU Ilmenau

Nach der Begrüßungsrede durch den Rektor der TU Ilmenau, Professor Peter Scharff, hielt Alexander Rusinov, Botschaftsrat für Bildungs-, Wissenschafts- und Technikfragen an der Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland, die Festansprache zum Thema „Die Roadmap der Deutsch-Russischen Kooperation in Wissenschaft, Forschung und Bildung“. Im Rahmen der Immatrikulationsfeier wurden traditionell auch wieder Preise vergeben, darunter der mit 5.000 Euro dotierte Dissertationspreis der „Universitätsgesellschaft der TU Ilmenau – Freunde, Förderer, Alumni“ für herausragende Doktorarbeiten im Bereich Nachwuchswissenschaften der TU Ilmenau sowie der mit 2.500 Euro dotierte Preis der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen. Mit dem Preis würdigt die IHK herausragende praxisorientierte Abschlussarbeiten von Studenten und Nachwuchswissenschaftlern.

Dissertationspreis der Universitätsgesellschaft

Den mit 5.000 Euro dotierten Dissertationspreis der „Universitätsgesellschaft der TU Ilmenau – Freunde, Förderer, Alumni“ für herausragende Promotionsarbeiten teilen sich in diesem Jahr zwei junge Wissenschaftler. Beide Dissertationsschriften wurden aufgrund ihrer hohen wissenschaftlichen Qualität und ihres Neuheitsgrades von den jeweiligen nationalen und internationalen Gutachtern mit dem bestmöglichen Prädikat „summa cum laude“ („mit Auszeichnung“) bewertet: 

Dr. Tobias Kaufhold (32) wurde für seine Dissertationsschrift „Modellbildung, Simulation und Prototypenentwurf von mechanisch nachgiebigen mobilen Robotern“ geehrt. Die von Professor Valter Böhm betreute Arbeit entstand am Fachgebiet Technische Mechanik von Professor Klaus Zimmermann an der Fakultät für Maschinenbau. Dr. Kaufhold ist es in seiner Dissertation gelungen, in einem hochinnovativen Forschungsgebiet der Robotik neuartige Lokomotionsprinzipien für mobile nachgiebige Roboter zu entwickeln. Ein komplexes Ingenieurthema wurde von der mathematischen Theorie über die Konstruktion bis hin zur relevanten Messtechnik auf hohem Niveau bearbeitet. In Anerkennung der Ergebnisse seiner Dissertation wurde Dr. Kaufhold als „Invited Speaker“ zum NASA „Workshop on Structurally Adaptive Tensegrity Robots“ 2017 an das Califonia Institute of Technology eingeladen.

Dr. Patrique Fiedler (34) wurde für seine Doktorarbeit „Dry-contact biopotential electrodes: novel sensor technologies for electroencephalography“ geehrt. Die Arbeit wurde am Fachgebiet Biomedizinische Technik an der Fakultät für Informatik und Automatisierung angefertigt und von Fachgebietsleiter Professor Jens Haueisen betreut. Dr. Fiedler stellt in seiner Dissertation neue trockene Elektroden für die Elektroenzephalographie (EEG) vor. Die neuen Elektroden werden erfolgreich charakterisiert, verifiziert und validiert. Die Relevanz der Forschungsergebnisse bestimmt den weltweiten Stand der Technik und gewährleistet ein mobiles, schnelles, zuverlässiges, komfortables und hochauflösendes Trocken-EEG. Dr. Fiedler hat die Ergebnisse in führenden wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert und auf internationalen Konferenzen vorgestellt. Die Erarbeitung der Dissertation erfolgte in Zusammenarbeit mit Universitäten in Portugal, Malaysia und Italien.

Preis der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen

Mit ihrem mit 2.500 Euro dotierten Preis würdigte die IHK Südthüringen herausragende praxisorientierte Abschlussarbeiten von Studentinnen und Studenten. Der Preis wurde durch Reinhard Jacob, Vorsitzender des Industrie- und Außenwirtschaftsausschusses der IHK Südthüringen, überreicht. 

Den IHK-Preis 2018 erhielt der 25-jährige Michael Brückner. Er wurde für seine mit 1,0 bewertete Masterarbeit im Studiengang Machatronik zum Thema „Nachbildung dynamischer Lasten in einem universellen Prüfstandkonzept zur Entwicklung elektrischer Antriebssysteme“ ausgezeichnet, die er am Fachgebiet Regelungstechnik der Fakultät für Informatik und Automatisierung unter der Betreuung von Professor Johann Reger angefertigt hat.

Bei der Arbeit von Michael Brückner, die in Zusammenarbeit mit der driveXpert GmbH, einem Forschungs- und Entwicklungsdienstleister im Bereich mechatronischer Antriebssysteme für die Automobilindustrie, entstand, handelt es sich um den Entwurf einer Motorregelung, bei der die Last, an der im Normalfall der Test des Motors erfolgt, durch eine Lastmaschine, das heißt einen Servomotor, ersetzt wird, die sich genauso verhält wie die eigentliche Last. Dies ermöglicht es, verschiedene Lastszenarien im Kraftfahrzeug zu simulieren, die ansonsten nur schwer in einem kleinen Labor nachgestellt werden können. Durch die so erzielten Ergebnisse der Arbeit von Michael Brückner kann der Entwicklungsprozess für das mechatronische Antriebssystem einfacher, sicherer und flexibler gestaltet werden, und auch Tests lassen sich einfacher automatisieren.

Zum Abschluss der Immatrikulationsfeier wurden die Erstsemester vom Vertreter des Studierendenrates Simon Bruhn begrüßt. Moderator des Festakts war Marco Frezzella, Pressesprecher der TU Ilmenau. Das Musikprogramm gestalteten das Akademische Orchester der TU Ilmenau unter Leitung von Henri Aavik und der Kammerchor der Universität unter Leitung von Cornelia Frankenberg.

Absolventenfeier: Förderpreis 2018 des LIONS Club Arnstadt-Ilmenau

Mit einer Absolventenfeier verabschiedet die Technische Universität Ilmenau am Nachmittag die Absolventinnen und Absolventen, die zwischen dem 26. Mai und dem 31. August 2018 ihre akademische Ausbildung erfolgreich beendet haben. Von den insgesamt 294 Absolventen haben 113 den Bachelorabschluss und 166 den Masterabschluss erworben. 13 junge Wissenschaftler haben die Promotion und 2 die Habilitation erfolgreich abschlossen. Höhepunkt der Absolventenfeier wardie Verleihung des Förderpreises 2018 des LIONS Club Arnstadt-Ilmenau. Dieser geht in diesem Jahr an den Student der Optischen Systemtechnik/Optronik, Julian Wüster. Der 24-jährige steht unmittelbar vor dem Abschluss seines Masterstudiums, das er, wie zuvor bereits das Bachelorstudium, mit ausgezeichneten Ergebnissen absolviert hat. 

Neben seinem Studium ist Julian Wüster sowohl fachlich als auch kulturell vielfältig an der Universität engagiert. Seit dem vierten Semester Mitglied im Studierendenrat der TU Ilmenau, wurde er als studentischer Vertreter in den Senat gewählt und zu den Sitzungen des Hochschulrates der Universität entsandt. Über vier Jahre lang gestaltete er die Arbeit im Referat Kultur des Studierendenrates, in dem er bis heute aktiv ist. Seit früher Kindheit spielt er Violine und wirkt seit Beginn seines Studiums aktiv im Akademischen Orchester der TU Ilmenau mit. An seinem Fachgebiet Technische Optik unterstützt Julian Wüster als Übungsleiter für geometrische Optik die studentische Ausbildung. Nach seinem erfolgreichen Studium strebt er nunmehr auch die Promotion an der TU Ilmenau an.