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9. Gothaer Kartenwochen mit internationalem Workshop

Noch bis zum 28. Oktober 2018 die „9. Gothaer Kartenwochen“ statt, die die geodätischen und kartografischen Traditionen Gothas erneut in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Organisiert werden sie von Forschungszentrum und Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt sowie der Stiftung Schloss Friedenstein, die sich im Sammlungs- und Forschungsverbund Gotha zusammengeschlossen haben.

Kern der Kartenwochen, in der neben einem internationalen Workshop auch eine Vortragsreihe stattfindet, bildet die Ausstellung „Meridian Gotha. Zur Triangulation und Vermessung Thüringens um 1800“. Sie thematisiert die Bemühungen um eine erste, wissenschaftlich fundierte geodätische Erfassung des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg unter Ernst II. und seinem Astronomen Franz Xaver Freiherr von Zach bis zur Königlich-Preußischen Landesaufnahme der thüringischen Lande von 1851 bis 1855. Die Ausstellung wird einzigartige Funde aus den Beständen der Forschungsbibliothek Gotha, einschließlich der Sammlung Perthes, und der Stiftung Schloss Friedenstein sowie des Thüringischen Landesarchivs – Staatsarchiv Gotha zur Vermessungsgeschichte Thüringens zusammenführen und der Öffentlichkeit präsentieren. Darüber hinaus werden weitere Leihgaben aus renommierten institutionellen wie privaten Sammlungen zu sehen sein.

Die Ausstellung ist bis zum 28. Oktober im Schloss Friedenstein, Spiegelsaal der Forschungsbibliothek Gotha, zu sehen. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr.  Vom 8. bis 13. Oktober 2018 bleibt die Ausstellung allerdings wegen anderer Veranstaltungen geschlossen. Am Mittwoch, 17. Oktober, 17 Uhr, wird eine Führung durch die Ausstellung angeboten. Ebenfalls am Mittwoch, 17. Oktober, 18.15 Uhr, findet der Abendvortrag „Die kursächsische Landesvermessung von 1780 bis 1806/1825 von Friedrich Ludwig Aster“ im Spiegelsaal statt. Referent ist Wolfram Dolz vom Mathematisch-Physikalischen Salon Dresden. Weitere Veranstaltungen sind der internationaler Workshop „Mapping Asia. The Case of India and Indochina“ am 25. und 26 Oktober und der Abendvortrag „The Arrival of the First Theodolite in India, the Birth Pangs of Its Use and Subsequent Triangulation Techniques in the 19th Century“, am 25. Oktober 18.15 Uhr im Spiegelsaal.