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An der Kreuzung Lokschuppen-Thöreyer Straße erfolgt Ende November der Lückenschluss

Die Gemeinde Amt Wachsenburg hat seinen Teil des neuen Radweges an der Kreisstraße 13 ins Industriegebiet Erfurter Kreuz von Thörey eröffnet.

Klaus-Dieter Scholl vom Amt für Gebäude und Liegenschaften im Gespräch mit dem Strabag-Vertreter zu den nächsten Bauabschnitten des Radwegs an der K13. Bild: Doreen Huth/ LRA Ilm-Kreis

Nach der Eröffnung des Teils des neuen Radweges auf der Gemarkung der Gemeinde Amt Wachsenburg soll es den lückenlosen Anschluss Ende November geben. Denn von der anderen Seite baut der Landkreis die Strecke aus. Bis dahin können Radfahrerinnen und Radfahrer bei der Umfrage zum ADFC-Fahrradklimatest mitmachen und die Fahrradfreundlichkeit ihrer Städte und Gemeinden bewerten. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der Familienfreundlichkeit.

Radgehweg von 1,50 Meter auf 2,50 Meter verbreitert

Gleich an den Kleingärten in der Straße Zum Lokschuppen geht es los. Dort entsteht der neue Radweg Richtung Erfurter Kreuz und Thörey. Von der anderen Seite ist das Stück durch das Amt Wachsenburg schon fertiggestellt. An der Kreuzung Zum Lokschuppen/ Thöreyer Straße erfolgt Ende November der Lückenschluss. Das Gebäude- und Liegenschaftsamt hat dafür schon die Schallschutzmauer an der Kleingartenanlage „Freundschaft“ zurückgesetzt. So verbreitert sich der zukünftige Radgehweg von 1,50 Meter auf 2,50 Meter. Auf dem frei gewordenen Platz beginnen dann der Radgehweg und ein Angebotsstreifen für schnellere Pedaleure auf der Straße sowie eine größere Verkehrsinsel für die gefahrlosen Übergänge. So kommen sich auch Fahrradfahrer mit Anhängern nicht in die Quere.

Vorbereitet ist der neue Radweg soweit schon. Er wird noch geschottert und asphaltiert. Laut Gebäude- und Liegenschaftsamt sind die Arbeiten in den letzten Zügen. Die 600 Meter enden in Richtung Thörey seitens des Landratsamtes mit einer Überquerungshilfe kurz vor der Kreuzung Am Lokschuppen/ Thöreyer Straße. Allein die kostet 80.000 Euro. Sie ermöglicht das sichere und bequeme Überqueren der Straße auch mit Fahrradanhänger. Der Landkreis investiert insgesamt 300.000 Euro in diesen Radwegteil. 75 Prozent Förderung gibt es vom Land. Die Landesentwicklungsgemeinschaft unterstützt den Radwegebau ebenso wie das Amt Wachsenburg, die Stadt Arnstadt und die Deutsche Bahn. Als die Initiative Erfurter Kreuz den Wunsch äußerte, das Industriegebiet auch für Rad fahrende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alltagstauglich zu erschließen, waren die Partner für das Gemeinschaftsprojekt schnell gefunden. „Mit dem Rad zur Arbeit, touristisch unterwegs oder in der Freizeit, ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern auch noch klimafreundlich. Wir wollen das in Zukunft noch weiter denken“, sagt Landrätin Petra Enders und verweist auf das Verkehrskonzept am Erfurter Kreuz. 

Fahrradklima-Test

Ist der Lückenschluss an der K13 erfolgt, kann das Erfurter Kreuz auch schnell und bequem mit dem Rad befahren werden. Das ist nicht nur für Berufstätige im Industriegebiet praktisch, sondern auch für Radtouristen oder Bürgerinnen und Bürger, die einen ruhigen und sicheren Weg nach Arnstadt oder Thörey suchen. Der Landkreis investiert damit in seine Fahrradfreundlichkeit. Die können Radfahrerinnen und Radfahrer jetzt mit einer Umfrage beim ADFC bewerten. Der Fahrradklimatest läuft noch bis 30. November. Der ADFC ruft zusammen mit dem Bundesverkehrsministerium wieder auf, die Fahrradfreundlichkeit der Städte und Gemeinden zu bewerten. „Da können wir uns im Ilm-Kreis mit sehen lassen“, sagt Landrätin Petra Enders. Sie verweist nicht nur auf die gut besuchten Gera- und Ilm-Radwege. Auch die Thüringer Waldrandroute führt durch den Kreis und wird weiter ausgebaut.

Wie am Erfurter Kreuz finden sich aber auch in vielen anderen Regionen des Landkreis schöne, gut ausgebaute Radwege. Katharina Cherubim als Radfahr-Beauftragte des Kreises koordiniert viele Aktionen wie das Stadtradeln, das Schulradeln und den Ausbau der Thüringer Waldrandroute für den Ilm-Kreis. Auch sie motiviert noch einmal, am Fahrradklimatest teilzunehmen. Er helfe, Handlungsfelder abzustecken und zu erweitern. „Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der Familienfreundlichkeit“, erklärt sie. Dazu gehören eben auch breite Radgehwege, Überquerungshilfen und Verkehrsinseln, wie sie jetzt am Lokschuppen entstehen.

Mit 32 Fragen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewerten, ob Fahrradfahren in ihrer Region Spaß macht oder Stress bedeutet. 120.000 Bürgerinnen und Bürger nahmen 2016 teil und beurteilten über 500 Städte. Ilmenau erhielt damals die Note 3,1 und Arnstadt 3,3.