EN
DE

Gehlberger stimmen für Fusion mit Suhl, Landrätin hofft auf bessere Klima im Ort

Die Gemeinde Gehlberg wird den Ilm-Kreis verlassen und sich der Stadt Suhl anschließen. So haben die Bürger am 28. Oktober 2018 abgestimmt.

Gehlberg: Am Herrenhaus im Ortskern. Foto: wr

In einem Bürgerentscheid haben sich die Gehlberger mit einem klaren Votum für den Wechsel aus dem Ilm-Kreis zur Stadt Suhl entschieden.Bei einer Wahlbeteiligung von knapp 85,7 Prozent entschieden sich 219 Stimmberechtigte, das sind 57,3 Prozent, für Suhl. 163 Stimmen, 42,7 Prozent, wurden für den Verbleib im Ilm-Kreis abgegeben. Damit ist der Wechsel zur Stadt Suhl beschlossen, muss aber noch vom Land genehmigt werden.

Bereits im Januar 2018 hatte der Gehlberger Gemeinderat einen Beschuss zugunsten der Fusion mit der Stadt Suhl gefasst. Seite März existiert ein Vertrag zur Eingemeindung nach Suhl. Dies wich jedoch von dem Ergebnis einer Bürgerbefragung ab, die eigentlich pro Ilm-Kreis ausgegangen war. In der Folge hatte eine Bürgerinitiative, die sich für den Verbleib im Ilm-Kreis engagierte, den Bürgerentscheid auf den Weg gebracht. Mit dem jetzigen Ergebnis wird ein langer Streit beendet, der die Gehlberger gespalten hatte.

„Das Ergebnis respektiere ich“, kommentierte Landrätin Petra Enders den Ausgang des Bürgerentscheids: „Ich hoffe, dass sich das Klima in dem Ort jetzt wieder bessert. Damit die Bürgerinnen und Bürger wieder zu einem Miteinander finden und Ruhe einkehrt. Kein Ort war so gespalten im Zuge der Gebietsreform wie Gehlberg.“ Der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Oberes Geratal, der Gehlberg angehört, zeigte sich zwar enttäuscht von dem Votum. Doch auch er kündigte an, das Ergebnis zu akzeptieren.