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Unternehmen aus Ilm-Kreis und Landkreis Gotha erneut an der Thüringer Umsatzspitze

Die Thüringer Industrie erwirtschaftete einen Umsatzzuwachs von 559 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Auch Ilm-Kreis und Landkreis Gotha konnten zulegen.

Beim Industrieumsatz und bei der Umsatzproduktivität haben sich Unternehmen der beiden Nachbarkreise Ilm-Kreis und Gotha einmal mehr an der Spitze platziert. Foto: wr

Für den Zeitraum von Januar bis September 2018 ermittelte das Thüringer Landesamt für Statistik einen Industrieumsatz von 2,15 Milliarden Euro im Ilm-Kreis und von 1,96 Milliarden Euro im Landkreis Gotha. Damit liegen die beiden Nachbarkreise mit einem gemeinsamen Regionalmanagement einmal mehr dicht beieinander, insbesondere aber ganz klar vor allen anderen Landkreisen und kreisfreien Städten Thüringens. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum konnte die Industrie im Ilm-Kreis etwa 250 Millionen Euro zulegen, im Landkreis Gotha gab es einen Zuwachs von rund 50 Millionen Euro. Um etwa 69 Millionen Euro wuchs der Auslandsumsatz im Landkreis Gotha an. Um rund 170 Millionen Euro, von 724 Millionen auf 894 Millionen Euro stieg dieser im Ilm-Kreis. Nur die Stadt Jena liegt mit knapp 954 Millionen Euro noch davor.

2,4 Prozent Umsatz mehr als im Vorjahreszeitraum

Insgesamt erzielte die Thüringer Industrie von Januar bis September 2018 rund 24 Milliarden Euro Umsatz. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, wurde damit der Umsatz (bei einem Arbeitstag weniger) in den Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,4 Prozent beziehungsweise 559 Millionen Euro überboten.

Das Exportvolumen umfasste 8,6 Milliarden Euro. Das waren 5,6 Prozent mehr gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Warenlieferungen in die Eurozone stiegen um 5,0 Prozent. Im Ergebnis lag der Export in die Eurozone mit 4,8 Milliarden Euro um 231 Millionen Euro höher als vor einem Jahr. Die Exportquote erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozentpunkte auf 35,8 Prozent. Die Umsätze im Inland stiegen um 100 Millionen Euro beziehungsweise 0,7 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro an.

Ilm-Kreis deutlich über dem Thüringer Durchschnitt

Die Anzahl der Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten lag mit durchschnittlich 849 um 2 Betriebe niedriger als im Vergleichszeitraum 2017. Der Anstieg der Beschäftigtenzahlen setzte sich weiter fort. In den Monaten Januar bis September 2018 waren in den Thüringer Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigten durchschnittlich 147 741 Personen beschäftigt. Das waren 3 364 Personen beziehungsweise 2,3 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

In den ersten drei Quartalen 2018 wurden in der Thüringer Industrie rund 163.000 Euro Umsatz je Beschäftigten erwirtschaftet. Damit blieb die Umsatzproduktivität zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum fast konstant. Auch hierbei nahm die Industrie des Ilm-Kreises mit 225.400 Euro eine Spitzenstellung deutlich über dem Thüringer Durchschnitt ein, verbunden mit einer Steigerung von gut 23.000 Euro. In der Industrie des Landkreises Gotha wurde ein Umsatz je Beschäftigten von etwa 159.600 Euro erzielt.