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Die ersten Frauen in Universitäten und Berufen

Am 27. November 2018, 19 Uhr, liest Felicitas von Aretin in der Universitätsbibliothek der TU Ilmenau aus ihrem in diesem Jahr erschienenen Buch „Mit Wagemut und Wissensdurst: Die ersten Frauen in Universitäten und Berufen“. Im Zentrum stehen dabei die persönlichen Geschichten von Frauen, die Wegbereiterinnen waren für die berufliche Gleichstellung von Frauen in den deutschsprachigen Ländern. Zur Begrüßung spricht die Gleichstellungsbeauftragte der TU Ilmenau, Prof. Edda Rädlein. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen statt. 

Das sorgfältig recherchierte Buch von Felicitas von Aretin stellt die mutigen Lebensentwürfe der ersten berufstätigen Akademikerinnen vor, die sich Anfang des vorigen Jahrhunderts in Deutschland, Österreich und der Schweiz für ihre Rechte einsetzten. Darunter sind Frauen, die als Architektin, Juristin, Zoologin, Pfarrerin oder Mathematikerin nicht nur Männerdomänen eroberten, sondern mit viel Innovationsgeist auch erste Verbände für Unternehmerinnen und wegweisende Frauenorganisationen wie den ersten Soroptimisten- oder Zonta-Club begründeten. Die teils sehr persönlichen Geschichten machen deutlich, gegen welche Widerstände diese Wegbereiterinnen zu kämpfen hatten. Sie zeigen im Vergleich mit der Gegenwart aber auch, dass wir auch hundert Jahre später noch ein gutes Stück von der Gleichstellung der Geschlechter entfernt sind.

Felicitas von Aretin studierte Geschichte und Kunstgeschichte in Frankfurt am Main, Heidelberg und München und schloss ihre Promotion am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz ab. Sie hat als Journalistin für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, den Tagesspiegel und Die Welt gearbeitet. 2004 erschien ihr vielbeachtetes Buch „Die Enkel des 20. Juli 1944“. Felicitas von Aretin leitete die Pressestelle der Freien Universität Berlin, arbeitete im Bereich Kommunikation der Max-Planck-Gesellschaft und verantwortet seit 2015 die Abteilung Medien und Kommunikation am Deutschen Jugendinstitut in München.