EN
DE

Messegold von der iENA 2018 und internationaler Sonderpreis für Erfinder aus Waltershausen

Forscher und Unternehmer aus Thüringen zeigten sich als Erfinderweltmeister und kehrten mit Goldmedaillen und internationalen Sonderpreisen aus Nürnberg nach Hause.

Der Erfinder Prof. Christian Döbel (r.) aus Walterhausen mit Helmut Richter (l.) an dem mit Messegold ausgezeichneten hochflexiblen Low-Cost-Flächensensor für sicherheitskritische Anwendungen im Maschinen- und Pflegebereich. Foto: J. Dahlems

Am Gemeinschaftsstand von ERiNET war auch eine Erfindung von Prof. Christian Döbel aus Waltershausen zu finden. Dabei handelt es sich um einen hochflexiblen Low-Cost-Flächensensor für sicherheitskritische Anwendungen im Maschinen- und Pflegebereich. Damit konnte Christian Döbel die Fachbesucher und die Jury überzeugen: Er wurde mit einer Gold-Medaille der iENA 2018 und dem Grand Prix AEI 2018 Association Européenne des Inventeurs, der Vereinigung Europäischer Erfinder ausgezeichnet. Die Erfindung befasst sich mit der Integration von textilen Sensorfäden in eine beliebige Fläche, um verschiedene Umweltparameter (anliegender Druck, Anwesenheit von Menschen, Feuchtigkeit, Temperatur) zweidimensional und hochflexibel zu erfassen. Die Daten werden zeitkontinuierlich an eine Auswerteeinheit, etwa eine Smartphone-App oder eine übergeordnete Steuerung, übertragen und entsprechend interpretiert, etwa zur Steuerung einer Maschine oder der Erfassung von Patientenzuständen in Krankenhäusern.

An den Messeständen des Landespatentzentrums Thüringen (PATON) Patentmanagement Thüringer Hochschulen (PTH) und des Thüringer Netzwerkes für Erfinderförderung, Innovationen und Netzwerkmanagement (ERiNET) fand ein intensiver Wissensaustausch statt. Einige Erfinder konnten dabei schon auf der Messe erste Vertrags- und Lizenzverhandlungen beginnen und somit bereits erste Erfolge für ihre Ideen verbuchen. Die Aussteller und Besucher kamen aus Asien, Europa, Afrika und Amerika nach Nürnberg. Die Kontaktmöglichkeiten wurden von den Ausstellern am Gemeinschaftsstand „Thüringer Wirtschaft“ von ERiNET als sehr gut bis gut bewertet und auch die Erwartungen an das Nachgeschäft sind hoch: 80 Prozent der Aussteller beurteilen diese als sehr gut, gut oder zufriedenstellend. Einige Erfinder haben von verschiedenen Seiten Unterstützung für die Vermarktung des präsentierten Produkts erhalten. Diese ging sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus. Beispielsweise wurden Gespräche mit Vertretern aus China, Taiwan, Iran, Korea, Kroatien, Malaysia, Angola, Bosnien-Herzegowina, Österreich, Polen und Russland geführt.

Erfolgreiche Präsentation von Produktentwicklungen Ideen und Konzepten

Weitere Goldmedaillen gingen an ein Erfinderteam mit Bernd Zimmer (Goepfert GmbH & Co. KG Weimar), Tino Zucker (TU Chemnitz) und Dr. Michael Weber (Antennentechnik Bad Blankenburg GmbH) für einen hybriden Antennenträger und gleich zweimal an Walter Varlemann, der zwei elektrotechnische Neuentwicklungen präsentiert hat. Eine Silber-Medaille erhielt der Jungunternehmer Josef Kaufhold aus Schmalkalden für eine innovative Konfettikanone. Für zwei neue Konzeptideen „Expansions- Meerwasserentsalzungskraftwerk“ und „Gasverdichter- und Expansionskraftwerk mit Kraft-Kälte-Kopplung“ bekam • Jens Urban eine Bronze-Medaille der iENA 2018. Petentingenieur Jens Dahlems, Gründer und Geschäftsführer des Netzwerks ERiNET zeigte sich zufrieden mit den Messergebnissen und kündigte auch für das kommende Jahr die Beteiligung Thüringer Erfinder an: „Die iENA dient dem intensiven Erfahrungsaustausch und ist ein wichtiges Forum der Information. Im Mittelpunkt der Bemühungen des Thüringer Erfindernetzwerkes ERiNET stand die erfolgreiche Präsentation von Produktentwicklungen Ideen und Konzepten. Denn hinter jeder Entwicklung oder Produktneuheit steckt immer ein kluger Kopf.“