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Thüringer Tourismus 2018: 9,9 Millionen Übernachtungen und 3,8 Millionen Gästeankünfte

Der Thüringer Wald ist nach wie vor Thüringens stärkste Tourismusregion, auch wenn die Zahl der Ankünfte und Übernachtungen 2018 rückläufig war.

Der Thüringer Wald ist weiterhin beliebtestes Reiseziel in Thüringen. Foto: wr

Zum größten Reisegebiet des Freistaates, dem Thüringer Wald, gehören auch die Landkreise Gotha und Ilm-Kreis. Die Gesamtregion musste 2018 einen Gästerückgang von 1,5 Prozent verbuchen und auch die Zahl der Übernachtungen lag mit minus 0,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

 Das meldete das Thüringer Landesamt für Statistik. Danach wurden knapp 1,38 Millionen Ankünfte verzeichnet sowie 4,1 Millionen Übernachtungen mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von drei Tagen. Damit ist der Thüringer Wald aber nach wie vor Thüringens stärkste Tourismusregion vor der Thüringer Städtekette Eisenach, Erfurt, Jena, Weimar. Diese erreichte 1,3 Millionen Ankünfte und gut 2,3 Millionen Übernachtungen mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 1,8 Tagen. Damit zeigten die Städte noch höhere Verluste als der Thüringer Wald: bei den Ankünften minus 1,6 Prozent, bei den Übernachtungen minus 2,2 Prozent.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in den Thüringer Beherbergungsstätten und auf Campingplätzen (ohne Dauercamping) mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten rund 9,9 Millionen Übernachtungen gezählt. Die Zahl der Gästeankünfte betrug nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 3,8 Millionen. Nach dem hohen Gäste- und Übernachtungsaufkommen im Lutherjahr 2017 ging die Zahl der Gäste und Übernachtungen im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Die Verweildauer pro Gast blieb mit durchschnittlich 2,6 Tagen im Vergleich zum Vorjahr auf einem konstanten Niveau. Vergleicht man das Tourismusaufkommen 2018 mit dem Jahr 2016, also ohne die Sondersituation Lutherjahr, ist ersichtlich, dass 2018 sowohl mehr Gäste als auch mehr Übernachtungen gemeldet wurden.

Durchschnittlich fast 40 Prozent Auslastung in Thüringen Beherbergungsbetrieben

Die circa 64 Tausend Gästebetten, die im Jahr 2018 in den Thüringer Beherbergungsstätten durchschnittlich angeboten wurden, waren im Jahresdurchschnitt zu fast 40 Prozent ausgelastet. Zwischen den einzelnen Reisegebieten waren deutliche Unterschiede zu beobachten. So schwankte die Auslastung der Gästebetten zwischen 49,0 Prozent im Saaleland und 30,9 Prozent im Thüringer Vogtland. Zwei der Thüringer Reisegebiete konnten im Jahr 2018 sowohl steigende Übernachtungszahlen verbuchen als auch mehr Gäste begrüßen. Deutliche Zuwächse verzeichnete insbesondere das Reisegebiet Eichsfeld (Gästeankünfte: +8,3 Prozent, Übernachtungen: +4,7 Prozent). Auch die Region Südharz Kyffhäuser konnte gegenüber dem Vorjahr zulegen. Hier stieg die Zahl der Übernachtungen um 3,1 Prozent auf 557 Tausend und die Zahl der Gästeankünfte erhöhte sich um 3,2 Prozent auf 192 Tausend.

In Deutschland gab es im Jahr 2018 in den Beherbergungsbetrieben 477,6 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, war dies ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Jahr 2017. Damit wurde bei der Zahl der Übernachtungen ein neuer Rekordwert erreicht. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland erhöhte sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr auf 87,7 Millionen (+fünf Prozent). Auch die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg an und erreichte einen Wert von 389,9 Millionen (+vier Prozent).