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Der Ilm-Kreis wurde 2018 erneut Umsatzspitzenreiter mit fast drei Milliarden Euro

Mit einem Umsatz von 2,9 Milliarden Euro konnten sich die Industrieunternehmen des Ilm-Kreises auch 2018 wieder an der Thüringer Umsatzspitze behaupten.

Die Industrieunternehmen des Ilm-Kreises stellten auch 2018 ihre Umsatzstärke unter Beweis und erkletterten erneut die Umsatzspitze. Im Bild: Laserbearbeitung in der Avermann Laser- und Kant-Zentrum GmbH. Foto: wr

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, erzielte der Ilm-Kreis 2018 einen Umsatzzuwachs von 363 Millionen Euro, ein Plus von 14,3 Prozent, und kam damit nahe an die Drei-Milliarden-Marke heran. Dabei stiegen die Exporte um 22,3 Prozent und der Umsatz im Inland ist um 9,1 Prozent gewachsen. Die Anzahl der Industrieunternehmen  mit 50 und mehr Beschäftigten nahm 2018 im Ilm-Kreis um 3,1 Prozent zu, die Zahl der Beschäftigten wuchs um zwei Prozent und erreichte 9.567 Personen. Der Landkreis Gotha erreichte mit gut 2,6 Milliarden Euro Industrieumsatz den dritten Rang im Thüringen Ranking. Dort wuchs der Umsatz insgesamt um 3,8 Prozent. Allerdings gab es beim Inlandsumsatz ein Minus von 0,9 Prozent, während der Auslandsumsatz 11,3 Prozent zulegte.

An zweiter Stelle nach dem Ilm-Kreis konnte sich der Wartburgkreis mit 2,64 Milliarden knapp vor dem Landkreis Gotha platzieren. Die Industrie des Wartburgkreises erreichte einen Umsatzzuwachs von 211 Millionen Euro. Der Anstieg der Exporte um 219 Millionen Euro kompensierte dabei einen Absatzrückgang im Inland um neun Millionen Euro. Erneut stellte die kreisfreie Stadt Jena ihre Umsatzstärke im Auslandsgeschäft unter Beweis. Jena erreichte im Export die Umsatzspitze mit 1,3 Milliarden Euro sowie einen Zuwachs von 9,4 Prozent und damit eine Exportquote von 69,4 Prozent. Insgesamt wurde die Universitätsstadt Beste unter den kreisfreien Städten Thüringens.

Die Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten erzielten im Jahr 2018 mit 32,1 Milliarden Euro rund 915 Millionen Euro höhere Umsätze als 2017.  So verzeichneten 13 Landkreise und drei kreisfreie Städte Umsatzzuwächse. Drei kreisfreie Städte und vier Landkreise mussten Umsatzeinbußen hinnehmen. Die kreisfreie Stadt Eisenach verbuchte 2018 mit 222 Millionen Euro (- 10,7 Prozent) den höchsten Umsatzrückgang in Thüringen. Vier Landkreise, der Ilm-Kreis, der Wartburgkreis, der Landkreis Gotha und der Landkreis Schmalkalden-Meinigen, erwirtschafteten jeweils ein Umsatzvolumen von über zwei Milliarden Euro.

Im Monatsdurchschnitt waren im Jahr 2018 in den Thüringer Industriebetrieben rund 148.000 Personen tätig. Die durchschnittliche Anzahl der Betriebe sank in diesem Zeitraum um zwei und es waren durchschnittlich 3.453 Personen mehr beschäftigt als im Vorjahreszeitraum. Die Stadt Jena lag 2018 mit 396 neu geschaffenen Arbeitsplätzen an der Spitze. Drei kreisfreie Städte und ein Landkreis profitierten nicht vom Plus an tätigen Personen. Die kreisfreie Stadt Weimar verzeichnete mit 195 Personen den höchsten Arbeitskräfterückgang. Bei den Zuwächsen an Beschäftigten bewegten sich der Ilm-Kreis mit zwei Prozent und der Landkreis Gotha mit 3,3 Prozent im Mittelfeld der Thüringer Landkreise und kreisfreien Städte.