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Bauen in Thüringen wird immer teurer

Die Preise für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk), einschließlich Umsatzsteuer lagen nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Februar 6,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum vergangenen Berichtsquartal (November 2018) verteuerte sich der Bau von Wohngebäuden um 2,4 Prozent und erreichte einen Indexstand von 114,4 Prozent (Basis 2015=100). Damit setzte sich der seit längerem zu beobachtende Preisauftrieb der Baupreise fort.

Im Jahresvergleich haben sich sowohl die Preise für Rohbau- (6,9 Prozent) als auch für Ausbauarbeiten (5,9 Prozent) erhöht. Am stärksten verteuerten sich im Bereich Rohbauarbeiten die Preise für Verbauarbeiten (11,8 Prozent), für Abdichtungsarbeiten (11,7 Prozent), für Entwässerungskanalarbeiten (9,7 Prozent), sowie für Gerüstarbeiten (9,6 Prozent). Bei den Ausbauarbeiten erhöhten sich die Preise gegenüber dem Vorjahreszeitraum um durchschnittlich 5,9 Prozent. Deutliche Preisanstiege verzeichneten Trockenbauarbeiten (11,4 Prozent), Blitzschutzanlagen (9,6 Prozent), Naturwerksteinarbeiten (8,8 Prozent) sowie Verglasungsarbeiten (8,4 Prozent).

Die seit 2018 massiv zunehmenden Preise im Bereich Straßenbau verteuerten sich weiterhin. Hier konnte ein kräftiger Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat (13,3 Prozent) beobachtet werden. Diese Steigerung lässt sich unter anderen auf die wachsenden Preise der Erdarbeiten (16,2 Prozent) zurückführen. Für die Preiserhöhung der Brücken im Straßenbau (12,6 Prozent) waren hauptsächlich die steigenden Preise der Oberbauschichten aus Asphalt (26,8 Prozent) sowie der Betonarbeiten (14,7 Prozent) verantwortlich. Die Preise für die Instandhaltung von Wohngebäuden erhöhten sich im Jahresvergleich um 5,7 Prozent, die Preise für Schönheitsreparaturen in einer Wohnung um 4,2 Prozent.