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Arbeitslosenquote in Ilm-Kreis liegt gleichauf mit der deutschlandweiten Quote

Die Arbeitslosenzahlen in den Landkreisen Gotha und Ilm-Kreis sind im April weiter gesunken, auch die Unterbeschäftigungsquoten gingen zurück.

Im Ilm-Kreis und im Landkreis Gotha herrscht weiterhin eine gute Beschäftigungssituation. wr

Die Arbeitslosenzahlen in Thüringen sind auch im April gesunken. Wie die Agentur für Arbeit mitteilte waren etwa 59.200 Frauen und Männer ohne Arbeit. Das waren rund 2.900 weniger als im März. Verglichen mit dem April Vorjahres ging die Zahl der Arbeitslosen um rund 4.800 zurück. Die Arbeitslosenquote liegt nunmehr bei 5,2 Prozent und damit 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats. Das gute Wetter und den anhaltenden Bauboom, aber auch den gut laufenden Versandhandel nannte die Arbeitsagentur als Treiber dieser Entwicklung. Vor allem Gartenbau- und Bauunternehmen würden verstärkt Mitarbeiter einstellen.

Im Ilm-Kreis sank die Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent im März auf aktuell 4,9 Prozent und liegt damit gleichauf mit der deutschlandweiten Arbeitslosenquote. 2.736 Frauen und Männer waren im Berichtsmonat im Ilm-Kreis ohne Arbeit, ein Minus von 420. Unter der Gesamtzahl der Arbeitslosen sind 1.096 Arbeitslose nach SGB III (Arbeitslosengeld) zu finden sowie 1.640 Arbeitslose nach SGB II (Hartz IV). Die Zahl der Ersteren sank im April um 108, die Zahl der Letzeren sank um 312 Personen. Als Zahl der Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) meldete die Arbeitsagentur für den Ilm-Kreis 4.342 Personen, 265 weniger als im März. Damit steht im Ilm-Kreis eine Unterbeschäftigtenquote von 7,4 Prozent zu Buche, die im März noch bei 7,7 Prozent lag. Die Agentur für Arbeit erfasst in der Unterbeschäftigung zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsförderung oder kurzfristig erkrankt sind.

Im Landkreis Gotha ging die Arbeitslosenquote von 5,2 auf 5,1 Prozent zurück. Die Zahl der Arbeitslosen insgesamt sank um 101 auf 3.717. Darunter finden sich 1.603 Arbeitslose nach SGB III (Arbeitslosengeld) und 2.114 Arbeitslose nach SGB II (Hartz IV). Babei stieg die Zahl der Arbeitslosen nach SGB III um 138, die Zahl der Arbeitslose nach SGB II (Hartz IV) sank um 239 Personen. Die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) wird mit 5.012 Personen angegeben, zehn weniger als im März. Die Unterbeschäftigungsquote lag im März noch bei 6,9 Prozent und beträgt jetzt im Landkreis Gotha 6,8 Prozent.

Die wenigsten Arbeitslosen im Freistaat gab es im April im Landkreis Hildburghausen mit 3,2 Prozent, die meisten in der Stadt Gera mit 8,2 Prozent. Etwas mehr als 18.800 Männer und Frauen waren im April länger als ein Jahr ohne Arbeit und gelten damit als Langzeitarbeitslos. Allerdings konstatierte hierbei die Arbeitsagentur eine positive Entwicklung: Der zu Anfang 2019 von der Bundesregierung für Langzeitarbeitslose geschaffene soziale Arbeitsmarkt nehme Fahrt auf. Mehr 500 Betroffene, die ursprünglich nur geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten, hätten so in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung integriert werden können. Auch, wegen der guten Einstellungsbereitschaft der Thüringer Unternehmen.