EN
DE

Die Wertschöpfungsketten für eine CO2-neutrale industrielle Produktion optimieren

In dem großen Verbundprojekt ZO.RRO, das am 15 Mai 2019 startet, erforscht die TU Ilmenau, wie die Energieversorgung für Thüringen CO2-frei gestaltet werden kann.

Photovoltaikanlage auf Thüringens größtem Industrie und Gewerbegebiet Erfurter Kreuz. Foto: wr

ZO.RRO bedeutet Zero Carbon Cross Energy System. Das Verbundprojekt erprobt am Beispiel Thüringens, stellvertretend für Regionen mit ähnlicher Struktur, wie Erzeuger und Verbraucher in einem optimalen System interagieren können. Fokussiert wird auf Multi-Sparten-Energieversorgung, Bereitstellung erneuerbarer elektrischer Energie und CO2-freie Erbringung von Systemdienstleistungen. Dies ermöglicht eine CO2-neutrale industrielle Produktion und Partizipation aller Beteiligten an der energetischen Wertschöpfung. Das bedeutet konkret: die Industrie, das Gewerbe und die Energiewirtschaft auch in Thüringen sollen davon profitieren. Es geht um den Weg zu einer systemischen Energiewende.

Mit einer Reihe von Partnern erforscht die Technische Universität Ilmenau, wie die Energieversorgung für Thüringen CO2-frei gestaltet werden kann. Koordiniert wird das Projekt vom Zentrum für Energietechnik an der TU Ilmenau. Die beteiligten Wissenschaftler wollen die Wertschöpfungskette in der Industrie so optimieren, dass die Energieversorgung für die Produktherstellung vollkommen frei von Kohlendioxid erfolgt und der Produktionsprozess selbst dabei mithilft, eine CO2-freie Energieversorgung zu erreichen. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen im mittelständisch geprägten Thüringen könnten im Wettbewerb besser bestehen, wenn sie sich durch eine CO2-minimale Bereitstellung ihrer Waren und Dienstleistungen abheben. Im Zeitalter der Energiewende könnten die Forschungsarbeiten unter Regie des Fachgebiets Elektrische Energieversorgung der TU Ilmenau als Modell für Deutschland dienen.

Partner des Verbundprojektes ZO.RRO sind:

  • Technische Universität Ilmenau (Konsortialführer)
  • Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB (Institutsteil Angewandte Systemtechnik), Ilmenau
  • Hochschule Nordhausen
  • Ingenieurbüro für Energiewirtschaft GmbH (IfE), Steinbach-Hallenberg
  • KoCoS Messtechnik AG, Korbach
  • Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk (ThEEN), Erfurt
  • Trianel GmbH, Aachen, gemeinschaftlicher Energiehandel und Portfoliomanagement von Stadtwerken und kommunalen Versorgungsunternehmen

Die Auftaktveranstaltung zum Projektstart findet am 15. Mai 2019 im Dompalais, Peterstraße 3, 99084 Erfurt, statt. Mitwirkende sind Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, Anja Siegesmund, Ministerin für Umwelt, Energie und Naturschutz Thüringen, Prof. Dirk Westermann, TU Ilmenau, ZO.RRO-Projektleiter und Direktor des Instituts für Energie- Antriebs- und Umweltsystemtechnik sowie Dr. Torsten Bischoff, Trianel GmbH. Moderator ist Prof. Peter Bretschneider, Fraunhofer IOSB, Institutsteil AST Ilmenau.