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Mit bemerkenswerten Auftritten haben die Akteure einem starken Tiefdruckgebiet getrotzt

Ins Wasser gefallen ist die 5. Lange Nacht der Technik nicht. Doch der Dauerregen verlangte Gästen und Akteuren erhebliches Durchhaltevermögen ab.

Mit einer BMW-Oldtimerparade ging die Lange Nacht der Technik an den Start: Im BMW-Kompressorrennwagen KR6 Rektor Prof. Peter Scharff (r.) und Eigentümer Marek Schramm. Foto: wr

Mit einem gemeinsamen Klick wurde die Lange Nacht eröffnet: ANTENNE THÜRINGEN -Moderatoren Jens May (.l) und Christian Geutner (r.), Landrätin Petra Enders (2.v.l.) Prof. Peter Scharff (Mitte) und OB Dr. Daniel Schultheiß (2.v.r.). Foto: wr

Die Angebote in den Innenbereichen erfreuten sich diesmal besonderer Beliebtheit, wie hier im Newtonbau, wo die Fakultät für Maschinenbau zeigte, was in ihr steckt. Foto: wr

Pech hatten die Kameraden des Technischen Hilfswerks auf der Campuswiese. An ihren interessanten Präsentationen gingen die meisten Gäste wegen der Nässe vorbei. Foto: wr

An der H&S Robots „SPACE-BAR“ im Technologie- und Gründerzentrum gab es nicht nur leckere Getränke sondern auch viel Wissenswertes zu Weltraum und Raumfahrt. Foto: wr

Mit einer Rallye einzigartiger BMW-Oldtimer ging die Lange Nacht der Technik unter dem Motto „Glanzlichter 2019“ am 11. Mai an den Start. Leider erstrahlten die Lichter diesmal nicht im vollen Glanz. Ein Tiefdruckgebiet bescherte dem Großevent Dauerregen über den ganzen Tag. Dessen ungeachtet entstiegen die prominenten Akteure gut gelaunt den Oldtimern auf dem Gustav-Kirchhoff-Platz, allen voran der Rektor der TU Ilmenau Prof. Peter Scharff. Assistiert von Marek Schramm war er mit dem ersten und einzigen BMW-Kompressorrennwagen KR6 vor dem Humboldtbau vorgefahren, gefolgt von Landrätin Petra Enders und Ilmenaus Oberbürgermeister Dr. Daniel Schutheiß. In Outdoor-Kleidung und mit Regenschirmen bewaffnet verfolgten doch zahlreiche Gäste die offizielle Eröffnung auf der Antenne Thüringen Bühne.

Eröffnung im Hoffen auf eine Wetterbesserung

Die ANTENNE THÜRINGEN -Moderatoren Jens May und Christian Geutner, die später live durch die Lange Nacht führten, überreichten die Mikrofone den Prominenten und gaben ihnen das Wort. Zeit für große Ansprachen gab es hier nicht. Vielmehr galt es, allen Beteiligten und Gästen Mut zu machen und der Langen Nacht trotz der Nässe ihre besten Seiten abzugewinnen. Insgesamt 250 Angebote kündigte der Rektor an und beschwor voll Optimismus die Chance, dass ja doch noch ein Aufklaren geben könne und die Hoffnung zuletzt sterbe. Auch die Landrätin zeigte sich hoffnungsvoll. Sie hob die Oldtimerfahrt zum Eröffnungstermin als „wunderbares Erlebnis“ hervor. Der Oberbürgermeister freute sich über die vielen Besucher und wünschte allen ein gutes Durchhaltevermögen. Im Anschluss ging die BMW-Parade wieder an den Start und chauffierte die Prominenz Entlang der Technologiemeile durch Ilmenau. Später fanden sie sich alle wieder bei der berühmten Faust-Aufführung im Audimax wieder.

Die folgende ANTENNE THÜRINGEN Radioparty hatte es freilich schwer, im Regen Zuschauer an sich zu binden. Das ging aber allen Angeboten im Außenbereich so. Ob Technisches Hilfswerk oder Freiwillige Feuerwehr, die mit zahlreichen Fahrzeugen und Einsatzkräften angerückt waren, die E-Motion-Flitzer oder die Unterwasserrobotiker vom Fraunhofer AST, sie alle waren am Ende durchnässt und hatten vergleichsweise wenige Besucher. Dagegen profitierten diesmal alle Indoor-Angebote von dem Wetter. Im Newtonbau zum Beispiel hatten die Institute und Fachgebiete der Fakultät für Maschinenbau eine Reihe sehr attraktiver Präsentationen vorbereitet. Dort gab es mitunter regelrechte Staus auf dem Rundgang. Von biomechatronischen Entwicklungen wie einem Wurm zur Inspektion von Rohren über Hochgeschwindigkeits-3D-Messungen und robotergestützter Fertigung bis zum Windkanal für die Strömungsmesstechnik reichte dort das Spektrum.

Vom oberen Campus in die städtischen Standorte

Interessante Angebote gab es aber nicht nur am oberen Campus. Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT, das Ernst-Abbe-Zentrum, die Mensa des Studierendenwerks, Das Universitätssportzentrum, das Thüringer Innovationszentrum Mobilität ThIMO und das Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau TGZ waren Anziehungspunkte. Letzterer Standort glänzte mit der H&S Robots „SPACE-BAR“, wo es nicht nur spezielle Getränke gab, sondern Raumfahrt, Weltraum und Science-Fiction im Mittelpunkt standen. Unternehmen wie die LLT Applikation GmbH, die längst über ein eigenes sehr attraktives Firmengebäude verfügt, dem TGZ aber weiter eng verbunden ist, stellten sich vor. Auch echte TGZ-Einlieger wie die Synantik GmbH, die Lynatox GmbH, die Kompass GmbH und das Thüringer Unternehmenscluster der Elektronischen Mess- und Gerätetechnik ELMUG, präsentierten Entwicklungen, Produkte und Dienstleistungen. Die Band „Cigarette five“ untermalte das Ganze gekonnt mit Jazz, Pop, Rock und Soul.

Auf dem Stadtcampus der TU Ilmenau, dem Georg-Schmidt Technikum, nahm der Themenkreis Raumfahrt und Astronomie breiten Raum ein. Aber auch Chemie, Physik und Mathematik wurden dort den Besuchern nahegebracht. Vorträge, Experimente und Präsentationen zogen viele Gäste in ihren Bann. Auch dort waren es die Angebote im Innenbereich, die durch den Regen im Vorteil waren. So ging es freilich auch den Standorten Fischerhütte, Bahnhof und Bahnhofsvorplatz sowie GoetheStadtMuseum am Ilmenauer Markt. Um schließlich von dort zum Höhepunkt der Langen Nacht im Audimax zu gelangen, der Aufführung „Faust - Der allerletzte Vorhang“, mit Peter Scharff, Claus-Erich Boetzkes, Petra Enders, Gerhard Gobsch und viele anderen, war der Bus das geeignete Verkehrsmittel. Mit einem kostenfreien Bus-Shuttle des IOV in der Zeit von 16.30 bis 0.30 Uhr konnten die Gäste im Viertelstundentakt von einer Station zur anderen befördern lassen. So blieb die Durchnässung zwar in Grenzen, war aber auch so nicht zu verhindern. So ist allen Mitwirkenden zu danken, die unter diesen verschärften Bedingungen dazu beitrugen, dass auch die 5. Lange Nacht der Technik doch noch ein Erfolg wurde.