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Ilm-Kreis behauptet sich weiterhin als Umsatzspitzenreiter in Thüringen

Die Industrie in Ilm-Kreis und Landkreis Gotha erreichte im ersten Quartal 2019 erneut Zuwäche von Umsatz und Beschäftigung.

Die Industrie in Ilm-Kreis und Landkreis Gotha konnte im ersten Quartal 2019 erneut Umsatzzuwächse verbuchen. Foto: wr

Die Thüringer Industrie erzielte im ersten Quartal 2019 rund 8,3 Milliarden Euro Umsatz. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, lagen die Umsätze (bei gleicher Anzahl an Arbeitstagen) in den Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigten um 5,9 Prozent beziehungsweise 465 Millionen Euro über dem Vorjahreszeitraum. Auch die Industrie im Ilm-Kreis konnte im ersten Quartal eine beträchtliche Umsatzsteigerung realisieren. Gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2018 steht 2019 ein Zuwachs von 675 auf 785 Millionen Euro zu Buche, das sind 110 Millionen Euro oder 16 Prozent. Damit steht der Ilm-Kreis erneut an der Umsatzspitze in Thüringen. Die Industrie im Landkreis Gotha steigerte ihre Umsätze von 636,6 auf knapp 669 Millionen Euro. Damit wurden in ersten Quartal 2019 im Landkreis Gotha 33 Millionen Euro oder fünf Prozent mehr erwirtschaftet als im ersten Quartal 2018. Damit erreichte der Nachbarkreis nach dem Wartburgkreis den dritten Platz im Ranking der Thüringer Landkreise und kreisfreien Städte.

Ilm-Kreis beim Exportumsatz knapp hinter Jena

Auch beim Auslandsumsatz konnte die Industrie im Ilm-Kreis von 287 auf 340,6 Millionen Euro zulegen. Damit liegt der Ilm-Kreis nur noch knapp hinter der Stadt Jena, die 342 Millionen Auslandsumsatz erzielte. Im Landkreis Gotha konnte die Industrie ihren Auslandsumsatz von 255 auf knapp 285 Millionen steigern. Nach der Stadt Jena und dem Ilm-Kreis erreichte damit der Landkreis Gotha den dritten Platz. Thüringenweit gab es gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres im Export einen Anstieg um 297 Millionen Euro beziehungsweise 10,6 Prozent. Insgesamt wurden für 3,1 Milliarden Euro Waren exportiert. Die Umsätze im ersten Quartal im Inland lagen mit über 5,2 Milliarden Euro rund 168 Millionen Euro beziehungsweise 3,3 Prozent über dem Vorjahreswert.

Während das Umsatzergebnis der Verbrauchsgütergüterproduzenten um 3,7 Prozent unter den Vorjahreswerten lag, waren besonders bei den Gebrauchsgüterproduzenten bei einem Umsatzanstieg von 20,0 Prozent und bei den Investitionsgüterproduzenten 12,3 Prozent Zuwächse zu verzeichnen. Die Umsätze der Vorleistungsgüterproduzenten betrugen plus 3,0 Prozent zum Vorjahreswert.

In den Monaten Januar bis März 2019 waren in den Thüringer Industriebetrieben durchschnittlich 148.975 Personen beschäftigt, 2.561 Personen mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Anzahl der Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten sank in Thüringen um vier auf durchschnittlich 844, im Ilm-Kreis von 60 auf 59, und stieg im Landkreis Gotha von  56 auf 59. Bis Ende März gab es in der Hauptgruppe der Vorleistungsgüterproduzenten durchschnittlich 1.164 Beschäftigte mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Beschäftigten steig im Ilm-Kreis von 9.436 auf 9.615. Der Umsatz je Beschäftigtem stieg in der Hauptgruppe der Investitionsgüterproduzenten im ersten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahr um 11,3 Prozent. Im Ilm-Kreis stieg diese von 71.551 auf 81.676 Euro. Im Landkreis Gotha steig der Umsatz je Beschäftigtem von 52.555 auf 53.676 Euro. Insgesamt wuchs die Umsatzproduktivität in Thüringen in den ersten drei Monaten um 4,1 Prozent.