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Ministerpräsident Ramelow: Am „Erfurter Kreuz“ Industrie in ihrer besten Form erleben

Glück mit dem Wetter, ein starker Besucherzustrom, prominente Gäste und ein gutes Programm brachten dem 5. Industrieerleben am Erfurter Kreuz den Erfolg.

Ehrung des Solardorf Kettmannshausen e.V.: (v.l.) Landrätin Petra Enders, Ministerpräsident Bodo Ramelow, Vereinsvorsitzender Prof. Berthold Bey, und Tanja Zimmermann, Präsidentin des Rotary Club Arnstadt, die einen Scheck an den Verein übergab. Foto: wr

Eröffnung des Großevents durch den gemeinsamen Druck auf den Startbutton. Vorn Ulrike Kücker, Organisatorin der Veranstaltung und stellvertretende Vorstandsvorsitzende der IEK. Foto: wr

Ministerpräsident Bodo Ramelow und Landrätin Petra Enders (r.) sprechen am Stand des Technologie- und Gründerzentrums Ilmenau mit dessen Geschäftsführer Rüdiger Horn (l.). Foto: wr

Torwandschießen mit dem Ministerpräsidenten: Erster Schuss und gleich ein Treffer. Foto: wr

Alle Preisträger des Schülermodellbauwettbewerbs mit dem Ministerpräsidenten. Foto: wr

Im Informationszelt gab es viele Möglichkeiten der Betätigung. Foto: wr

Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen startete die 5. Auflage der Veranstaltungsreihe „Industrieerleben – ein Abend am Erfurter Kreuz“ auf dem Freigelände des Solarhauses Arnstadt. Von Beginn an war das Großevent ein Besuchermagnet mit attraktiven Angeboten im Freien und der Präsentation der industriellen Vielfalt des Erfurter Kreuzes im Informationszelt. In dem Zelt spielten sich dann zwar die Höhepunkte ab, doch nutzten auch zahlreiche Besucher die Chance, bei den Besuchsprogrammen in einer Reihe von Unternehmen, Industrie von Innen kennenzulernen. Der Verein Initiative Erfurter Kreuz als Unternehmensvereinigung der auf dem größten Industrie- und Gewerbegebiet Thüringens ansässigen Firmen und Organisator, konnte sich vor allem über prominente Gäste freuen.

Prominenter Gast: Ministerpräsident Bodo Ramelow

Insbesondere der Besuch von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow bot einen Höhepunkt. Neben ihm waren auch Valentina Kerst, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, und natürlich Landrätin Petra Enders zugegen. Weitere Gäste waren Martina Lang, die als Beigeordnete den Bürgermeister der Stadt Arnstadt vertrat, Uwe Möller, Bürgermeister der Gemeinde Amt Wachsenburg sowie Dr. Arnulf Wulff, Abteilungsleiter in der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen.

Franz-Josef Willems, Vorstandsvorsitzender der Initiative Erfurter Kreuz, begrüßte alle Besucher und gab einen kurzen Überblick über das Industrie- und Gewerbegebiet „Erfurter  Kreuz“ das in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiern kann. 105 Unternehmen sind inzwischen dort ansässig, mit 13.000 Beschäftigten und mehr als 750 Auszubildenden. Er unterstrich, dass das Hauptthema des 5. Industrieerlebens der Gewinnung und Förderung von Fachkräften gewidmet ist. Staatssekretärin Kerst sagte dazu, dass diese thematische Ausrichtung genau den Erfordernissen entspreche, die in ganz Thüringen relevant sind. Sie gratulierte zum zehnjährigen Jubiläum und ging davon aus, dass das „Erfurter Kreuz“ noch weiter wachsen werde und noch stärker über die Region hinaus strahle.

Starke Gemeinschaft der Unternehmen am „Erfurter Kreuz“

Landrätin Petra Enders hob vor allem die starke Gemeinschaft der Unternehmen am „Erfurter Kreuz“ hervor und sagte: „Diese enge Zusammenarbeit kann ein gutes Vorbild für andere Industriegebiete sein.“ Sie betonte vor allem, dass sich der Ilm-Kreis zur dynamischsten Region Thüringens entwickelt habe, wie eine Studie der IHK-Südthüringen jüngst bestätigte. Die Landrätin fügte an: „Im Ilm-Kreis wird nicht nur gute Arbeit geleistet, hier kann man auch besonders gut leben.“ Nach der Eröffnung wurde die Prominenz zum Torwandschießen eingeladen. Dabei erwiesen sich vor allem Franz-Josef Willems und Ministerpräsident Ramelow, der etwas später dazu stieß, als erfolgreich. Ramelow traf sogar beim ersten Schuss.

Der Ministerpräsident nutzte natürlich die Gelegenheit, Industrieerleben und „Erfurter Kreuz“ in eine wirtschaftliche Gesamtschau Thüringens einzuordnen: „Wir erleben hier am ‚Erfurter Kreuz‘ Industrie in ihrer besten Form!“ Er stellte fest, dass Thüringen ein erfolgreiches Industrieland ist, welches beispielsweise bei der Produktivität pro Beschäftigen den Platz vier im deutschlandweiten Ranking erreicht habe. Allerdings ließ er auch keinen Zweifel daran, dass Industrieproduktion nicht vom Himmel fällt, sondern dass die Anstrengungen von Unternehmen ebenso wichtig seien, wie die der Politik. Jetzt gehe es besonders darum Nachwuchs zu entwickeln, um der Industrie nicht nur am „Erfurter Kreuz“ auch in Zukunft die besten Fachkräfte bieten zu können. 

Zwölf Preise im Schülermodellbauwettbewerb

Im Anschluss nahm Bodo Ramelow gemeinsam mit Petra Enders, Franz Josef Willems und Ullrich Geidel, Geschäftsführer von N3 Engine Overhaul Services, die Preisverleihung für den Thüringer Schülermodellbauwettbewerb vor. N3 hatte die Sachpreise für die Gewinner gestiftet. Fachlich betreut und organisiert wurde der Wettbewerb vom Verein Solardorf Kettmannshausen. 184 Schüler aus 21 Thüringer Grund- und Regelschulen sowie einem Gymnasium nahmen an dem Wettbewerb teil. Die Themen waren „Schönstes Design eines E-Pkw“, „Solarstromtankstelle“ und „Schnellster E-Pkw“. Die Exponate wurden im 3D-Druck hergestellt. Insgesamt konnten zwölf Preise vergeben werden (wird gesondert berichtet). In diesem Zusammenhang wurde der Verein Solardorf Kettmannshausen für sein Engagement in der Technikvermittlung an Kinder und Jugendliche geehrt. Für den Rotary Club Arnstadt überreichte dessen Präsidentin Tanja Zimmermann einen Scheck über 1000 Euro an den Vorstandsvorsitzenden des Solardorf Kettmannshausen e.V., Professor Berthold Bley.

Die Gäste fanden im Informationszelt eine umfassende Präsentation von Unternehmen am „Erfurter Kreuz“ vor. Auch der Ilm-Kreis und das Regionalmanagement Landkreis Gotha und Ilm-Kreis waren dabei, ebenso die Agentur für Arbeit und die Industrie- und Handelskammer Südthüringen. Es gab auch viele Möglichkeiten, Angebote praktisch auszuprobieren oder sich selbst zu betätigen. Auf dem Freigelände war alles für das leibliche Wohl aufgeboten. Wer wollte konnte an einem Hubschrauberrundflug über das Industriegebiet teilnehmen. Die Veranstalter des Vereins Initiative Erfurter Kreuz hatten am Ende allen Grund, sich über die gelungene Veranstaltung zu freuen.