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Forum zeigte auf, welche Wege der Mobilität im Ilm-Kreis möglich sind

Landrätin Petra Enders tauschte sich beim Thüringer Forum Mobilität mit Mitgliedern des ÖPNV-Ausschusses und Experten zu neuen Mobilitätsangeboten aus.

Ilmenaus Oberbürgermeister Dr. Daniel Schultheiß (l.) und Landrätin Petra Enders (im Fahrzeug) testen den neuen Tesla auf dem Gelände des ADAC Fahrsicherheitszentrums Nohra. Foto: Doreen Huth/LRA Ilm-Kreis

Am Dienstag, 3. September 2019 besuchte Landrätin Petra Enders das Thüringer Forum Mobilität im ADAC Fahrsicherheitszentrum in Nohra. Eingeladen hatte das Thüringer Innovationszentrum Mobilität der TU Ilmenau und dessen Sprecher Prof. Klaus Augsburg. Die Landrätin nutzte das Forum, um sich mit Mitgliedern des ÖPNV-Ausschusses des Kreistages Ilm-Kreis und mit Experten zu neuen Mobilitätsangeboten auszutauschen. Sie freute sich über die innovativen Angebote: „Das Thüringer Forum Mobilität zeigt, wohin der Weg führen kann für innovative und leistungsstarke Antriebe made in Thüringen. Vor allem Ilmenau bietet perfekte Voraussetzungen, neue Technologien der Automobilbranche zu entwickeln und zu testen.“

Guter Weg, mit der weltweiten Entwicklung der Automobilbranche mitzuhalten

„Wer in der Automobilbranche neue Technologien erforscht und entwickelt, kennt auch die TU Ilmenau und das Thüringer Innovationszentrum Mobilität in Ilmenau. Sie gehören zu den wichtigsten Standorten für die Wissenschaft weltweit. Damit müssen wir viel mehr werben.“ Mit diesen Worten eröffnete Staatssekretärin Valentina Kerst das Thüringer Forum Mobilität im ADAC Fahrsicherheitszentrum in Nohra. Zusammen mit dem Bestreben des Landes, auch aus Ilmenau eine Smart City zu machen, in der Mobilität ebenso neu gedacht werden soll, sieht die Expertin aus dem Wirtschaftsministerium Thüringen auf einem guten Weg, mit der weltweiten Entwicklung der Automobilbranche mitzuhalten. 

Landrätin Petra Enders tauschte sich mit Mitgliedern des ÖPNV-Ausschusses und Ilmenaus Oberbürgermeister Dr. Daniel Schultheiß auf dem Forum mit den Experten aus Forschung und Entwicklung aus: „Ilmenau bietet alle Voraussetzungen, neue, innovative Konzepte zur Mobilität auch für den Ilm-Kreis auf den Weg zu bringen. Ob im Elektroantrieb oder im autonomen Fahren, hier können wir neue Meilensteine setzen. Als Kreis und damit Besteller des öffentlichen Verkehrs sehe ich uns klar an der Seite, neuer, innovativer Ansätze. So haben wir es uns auch im Nahverkehrsplan zur Aufgabe gemacht. Wie Mobilität klimafreundlich, nachhaltig und nutzerorientiert funktionieren kann, muss auch in der Auseinandersetzung mit neuen Technologien gedacht werden.“ 

Was Stand der Technik und neuste Entwicklungen in der Mobilität sind, war Thema des Thüringer Forums Mobilität in Nohra. Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft trafen sich, um sich mit alternativen Antrieben, teilautonomen oder vollautomatisierten Fahrzeugen und der Technik dahinter zu beschäftigen. Die Impulse zu diesem Austausch gehen von Ilmenau aus. Organisator ist das Thüringer Innovationszentrum Mobilität (Thimo) mit Sitz in Ilmenau, an dem auch das Fachgebiet Kraftfahrzeugtechnik der Technischen Universität seinen Sitz hat. In Ilmenau entsteht zudem am Bahnhof ein Mobilitätszentrum, das nicht nur Einblicke in die Arbeit des Thimo gibt, sondern von dem aus viele praktische und konkrete Impulse für neue Mobilitätsangebote ausgehen sollen. Eingebettet sind diese Ansätze in das Bestreben der Stadt, Smart City zu werden. Dazu gehört auch, Mobilität vernetzt und neu zu denken.

Ilmenau richtungsweisend für Thüringen und die Forschung auf internationalem Niveau

Petra Enders: „Ilmenau bietet alles, was es braucht, um das teilautomatisierte und autonome Fahren zu testen. Es gibt ländliche wie urbane Gebiete. Das neu entstandene Stadtgebiet ist in Höhe wie Länge eine topologische, klimatische und geografische Herausforderung, die Stadt ist allgemein sehr innovationsaffin und hat Mobilitätsansprüche, wie sie beispielhaft für den gesamten Ilm-Kreis sind. Gelingt es dem Land, der Stadt, der TU, dem Thimo und dem Landkreis als weiteren Partner, hier gemeinsam neue Wege zu gehen, kann Ilmenau richtungsweisend werden für Thüringen und die Forschung auf internationalem Niveau.“ Alle genannten Partner sind willens, die Ansätze des Forums auszubauen und in Ilmenau ein Zeichen zu setzen für einen innovativen und zukunftsweisenden Mobilitätsansatz. 

Die gemeinsame Idee, Ilmenau zu einer Mobilitätsregion zu entwickeln, hat auch für das Thimo und die TU Ilmenau einige Vorteile. Professor Klaus Augsburg, Leiter des Thimo, sagte dazu: „Wir wollen für unsere Forschungen sensibilisieren. Denn autonomes Fahren fängt im Kopf der Nutzerinnen und Nutzer an. Im Mobilitätszentrum soll es ebenso erlebbar werden wie im Einsatz auf der Straße. Dafür bietet sich der ÖPNV einfach bestens an. Können wir Ilmenau nicht zu einer Modellregion entwickeln, ist Thüringen abgehängt von der internationalen Forschung. Wir stehen bereit, um die Forschung in die Anwendung zu bringen.“ Für eine entsprechende Modellregion gibt das Land Thüringen noch in diesem Jahr Fördermittel. 

Landrätin Petra Enders: „In vielen deutschen Städten gibt es schon Zulassungen für den automatisierten Verkehr. Thüringen hat nun die Chance, der Entwicklung nicht hinterherzulaufen, sondern sie mitgestalten zu können. Als Kreis sehe ich uns an der Seite der Forschung zum Wohle unserer Region.“