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Mit herkömmlichen Bau- und Arbeitsfahrzeugen Bergung von Gefahrenquellen ermöglichen

Das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Institutsteil Ilmenau, ist Konsortialführer im Verbundprojekt für autonome Bergungsfahrzeuge.

Arbeitsfahrzeug für die Live-Präsentation, das mit einem Autonomie-KIT ausgestattet ist. Foto: Fraunhofer IOSB-AST, Martin Käßler

Um Menschenleben nach Unfällen mit radioaktivem, chemisch verseuchtem oder hoch entzündlichem Material nicht in Gefahr zu bringen, werden hochspezialisierte, ferngelenkte Fahrzeuge genutzt, welche die besonders kritischen Aufgaben übernehmen. Diese Fahrzeuge sind jedoch zum einem sehr kostenintensiv, zum anderen müssen sie erst an den Unfallort gebracht werden. Mit dem „Autonomie-KIT für seriennahe Arbeitsfahrzeuge zur vernetzten und assistierten Bergung von Gefahrenquellen (AKIT)“ sollen zukünftig herkömmliche Bau- und Arbeitsfahrzeuge wie Bagger, Traktoren oder Gabelstapler mit Kameras und Sensoren ausgestattet zu teilautonomen Spezialfahrzeugen werden.

Das Projekt AKIT wird am 26. September 2019 an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz bei Celle-Scheuen die im Projekt erarbeiteten Technologien vor Ort demonstrieren. Szenario ist ein verunglückter, mit Gefahrgut beladener Zug. Im Rahmen des Projekts erkundet eine Drohne den Einsatzort und Kommunikationsknoten werden im Gelände verlegt. Anschließend fahren zwei unbemannte Fahrzeuge (ein mit dem Autonomie-KIT präparierter Bagger mit einem Hilfsfahrzeug) aus einer Halle zum Einsatzort. Dort greift der unbemannte Bagger automatisiert nach einem der Gefahrgutbehälter und lädt ihn auf das Hilfsfahrzeug, das mit dem Behälter zur Halle zurückkehrt.

Projektpartner im AKIT-Verbund sind das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB (Ilmenau und Karlsruhe), die Kerntechnische Hilfsdienst GmbH (Eggenstein-Leopoldshafen), die Götting KG (Lehrte) sowie die SGE-GmbH (Pirna). Als assoziierte Partner sind die Claas KGaA mbH (Harsewinkel), die Liebherr GmbH (Bischofshofen), Palfinger AG (Bergheim, Österreich) sowie die Feuerwehr und Katastrophenschutz Mannheim eingebunden.

Vorläufige Agenda am 26. September 2019:

09:00 Begrüßung und Projektübersicht

09:40 Livedemonstration

12:00 Mittagspause

13:00 Diskussion/Presse/Ausklang der Veranstaltung

Ort: Technik- und Trainingszentrum der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz, Reiherberg 112, 29229 Celle-Scheuen

Anmeldung bei Steffi Nothnagel, E-Mail: steffi.nothnagel@iosb-ast.fraunhofer.de, Telefon: 03677 461-103