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Industrie im Ilm-Kreis mit deutlichem Umsatzwachstum weiter im Erfolgsmodus

Beim Industrieumsatz hat sich der Ilm-Kreis weiter von den anderen Thüringer Landkreisen und kreisfreien Städten abgesetzt und steht unangefochten an der Spitze.

Produktion von Fieberthermometern aus Glas in der Geratherm Medical AG, die nach wie vor ein Exportschlager sind. Foto: wr

Die 848 Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten erzielten in den ersten sieben Monaten des Jahres 2019 einen Umsatz in Höhe von rund 19,2 Milliarden Euro. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik lag das Ergebnis 2,6 Prozent beziehungsweise 480 Millionen Euro über dem

vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Mit einem Betrieb weniger gegenüber dem Vorjahr wurden im Inland 12,1 Milliarden Euro umgesetzt. Das Ergebnis liegt im Vergleich zum Vorjahr (bei gleicher Anzahl an Arbeitstagen) um 0,8 Prozent beziehungsweise 98 Millionen Euro über dem Wert des Jahres 2018. Während in Deutschland insgesamt ein Umsatzrückgang von 0,4 Prozent verzeichnet wurde, blieb Thüringen deutlich im Wachstum und belegte bei der Umsatzentwicklung im bundesweiten Ländervergleich den 4. Platz.

Der Ilm-Kreis setzte sich mit seinen 59 Industrieunternehmen erneut an die Thüringer Umsatzspitze. Vor allen anderen Landkreisen und kreisfreien Städten erwirtschafteten die Unternehmen des Ilm-Kreises einen Umsatz von gut 1,9 Milliarden Euro. Es folgen der Wartburgkreis mit reichlich 1,6 Milliarden Euro und der Landkreis Gotha mit gut 1,5 Milliarden Euro Industrieumsatz. Auch mit einer Umsatzproduktivität von 197.856 Euro (Umsatz je Beschäftigter) besetzte der Ilm-Kreis im ersten Halbjahr die Spitze. Hier folgten die Stadt Jena mit 161.781 Euro und der Kyffhäuserkreis mit 153.376. Im Landkreis Gotha erreichten die Unternehmen eine Umsatzproduktivität von 126.042 und damit Platzn sechs unter den Landkreisen und kreisfreien Städten. Die Umsatzproduktivität in Thüringen stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1.725 Euro an und betrug rund 129.000 Euro.

Im Auslandsumsatz zog der Ilm-Kreis an Jena vorbei

In das Ausland haben Thüringer Unternehmen in den ersten sieben Monaten 7,1 Milliarden Euro Waren exportiert. Das waren 5,7 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Auch die Exportquote lag um 1,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert und betrug 2019 durchschnittlich 36,8 Prozent. Der Ilm-Kreis war daran mit einem Auslandsumsatz von 872 Millionen Euro beteiligt und belegte auch hier die Spitzenposition in Thüringen. Dabei haben die hiesigen Unternehmen sogar, die Stadt Jena überholt, die über lange Jahre unangefochten Exportspitzenreiter in Thüringen war. Jena folgte also an zweiter Stelle mit gut 825 Millionen Euro vor dem Landkreis Gotha mit 654 Millionen Euro.

Von Januar bis Juli 2019 gab es in den Thüringer Industriebetrieben durchschnittlich 148.968 Beschäftigte. Das waren 1.759 Personen mehr als im gleichen Zeitraum 2018. In den Unternehmen des Ilm-Kreises waren in diesem Zeitraum 9.697 Beschäftigte tätig, im Landkreis Gotha waren es 12.461. Die meisten Beschäftigten in Thüringen konnte der Wartburgkreis mit 12.544 vorweisen.