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FORUM R: EuGH-Urteil – Verpflichtung zur Zeiterfassung

Im Rahmen der Veranstaltung der IHK Südthüringen werden mögliche Auswirkungen im Arbeitsrecht in Deutschland thematisiert. Das EuGH-Urteil vom 14. Mai 2019, nachdem die Arbeitszeit aller Beschäftigten zukünftig erfasst werden soll, hat heftige Diskussionen losgetreten. Nach Auffassung der Richter lasse sich nur so überprüfen, ob zulässige Arbeitszeiten überschritten würden. Speziell Unternehmen, die bisher auf Zeiterfassungssysteme verzichtet haben, sehen sich vor neue Aufgaben gestellt. Noch ist diese Entscheidung nicht in nationales Recht umgesetzt. Trotzdem ist es notwendig, über Lösungen nachzudenken, die den Anforderungen des Datenschutzes genügen.

Bislang ist im deutschen Arbeitszeitgesetz zwar auch schon geregelt, dass Beschäftigte höchstens zehn Stunden am Tag arbeiten dürfen und danach

elf Stunden Ruhezeit einhalten müssen. In der Praxis kommt es aber immer wieder zu Abweichungen, ohne dass diese nachvollzogen werden können. Genau das könnte sich durch das Urteil in Zukunft ändern.

In dem Forum werden folgende Inhalte behandelt:

  • Inhalt der EuGH-Entscheidung
  • Auswirkungen des Urteils auf das deutsche Arbeitsrecht
  • Bindungspflicht der Arbeitsgerichte an die EuGH-Entscheidung
  • Bestehende Aufzeichnungspflichten
  • Ende der Vertrauensarbeitszeit?
  • Neue „Spielregeln“ im Überstundenprozess

Referent ist Rechtsanwalt Michael Schwierczek, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Suhl. Die Veranstaltung ist kostenlos und findet am 23. Oktober 2019, 13 bis 17 Uhr, im Haus der Wirtschaft, Bahnhofstraße 4 bis 8, 98527 Suhl, statt.