EN
DE

Das Projekt „Bach in Thüringen entdecken“ wurde von Arnstadt initiiert

„Wir hören uns in Thüringen. Musikland 2020“ – so lautet das Motto für den Thüringer Tourismus im kommenden Jahr. Arnstadt ist ganz vorn dabei.

Eine Hörstation an der Arnstädter Bach-Kirche. Foto: Sebastian Keßler/Kulturbetrieb der Stadt Arnstadt

Ein wichtiger Baustein in der musikalischen Produktpalette und ein bedeutender Reiseanlass ist dann mit Sicherheit Johann Sebastian Bach. Touristiker aus allen Thüringer Bachorten – von Eisenach bis Altenburg – arbeiten im Rahmen des Thüringer Tourismusbudgets „Bach in Thüringen erleben“ zusammen, damit Reisen auf Bachs Spuren zu einem einmaligen Erlebnis werden.

Am 21. Oktober 2019 informierte sich Wirtschaftsstaatssekretärin Valentina Kerst in der Bachstadt Arnstadt über die Fortschritte bei diesem landesweiten Projekt. Auf der Agenda standen gleich zwei neu geschaffene Angebote. Vor der Arnstädter Bachkirche weihte Kerst eine Hörstation mit Werken J. S. Bachs ein. Die Hörstation erinnert nicht nur optisch an eine Orgel. Wie bei dem großen Vorbild muss Energie durch das treten eines Pedals mit Muskelkraft erzeugt werden – der Tourist wird als „Bälgetreter“ aktiv in sein Musikerlebnis eingebunden. Als Belohnung erklingen zwei Musikstücke, die in der Bachkirche Arnstadt eingespielt wurden. In Arnstadt gibt es zwei dieser besonderen Hörstationen, zehn weitere wurden in Eisenach, Mühlhausen, Ohrdruf, Wechmar, Weimar und Altenburg installiert.

Investitionen ins Schlossmuseum

 

Die zweite Station führte Valentina Kerst in das Schlossmuseum Arnstadt. Hier investiert das Wirtschaftsministerium einen bedeutenden Teil des Thüringer Tourismusbudgets für das Projekt „Bach in Thüringen entdecken“. Auf 184 Quadratmetern Fläche entsteht eine neue Bachausstellung, die das bürgerliche Leben in einer barocken Residenzstadt ebenso beleuchtet, wie die tiefe Religiosität in der Musik von J. S. Bach. Jeder Ausstellungsbereich widmet sich dabei einer anderen Facette aus Bachs Leben. Noch laufen die Bauarbeiten, doch Kerst zeigte sich von dem bereits Erreichten tief beeindruckt.

 

Die Initiative für das Projekt „Bach in Thüringen entdecken“ ging 2016 von der Bachstadt Arnstadt aus. Gemeinsam mit der weimar GmbH bewarb sich der Kulturbetriebes der Stadt Arnstadt um das Thüringer Tourismusbudget. „Wir wollen die authentischen Bach-Orte in Thüringen zum Klingen bringen. Besucher sollen an diesen Orten die Möglichkeit haben, die Musik Johann Sebastian Bachs zu hören und die Orte mit ihrem Genius Loci zu spüren“, hieß es in der Bewerbung. Dieses Ziel haben die beiden Städte auf jeden Fall erreicht.

Hörstationen und neue Bach-Ausstellung

„Festivalintendanten, Kirchenmusiker und ehrenamtliche Bach-Enthusiasten aus allen Thüringer Bach-Orten haben zusammengearbeitet, damit das Reisen auf Bachs Spuren zum Erlebnis wird“, umreißt Wirtschaftsstaatssekretärin Valentina Kerst die Projektidee. „Die Hörstationen sowie die neue Bach-Ausstellung stellen einen weiteren Höhepunkt im Ausbau des ‚Bachlands Thüringen‘ dar.“ 

Rund 80.000 Euro investiert das Wirtschaftsministerium in die beiden Hörstationen sowie in die Neukonzeption der Bach-Ausstellung im Schlossmuseum. Die Eröffnung der Ausstellung ist für Freitag, den 15. November 2019, geplant.

Im Rahmen des Projekts „Bach in Thüringen entdecken“ werden bis Ende des Jahres noch Stationen in Ohrdruf, Eisenach und Altenburg eröffnet. Die Stadt Mühlhausen erhielt bereits im Mai multimediale Erlebnisstationen in der Alten Kanzlei und der Divi-Blasii-Kirche. In Weimar folgte im September die Eröffnung des Erlebnisortes „Bach in Weimar“ in der Bastille des Weimarer Stadtschlosses. Ergänzend wurden ein gemeinsamer Markenauftritt, eine ausführliche Bach-Broschüre sowie die Webseite www.bach-thueringen.de verwirklicht.