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Mit Technischen Dokumentationen in hoher Qualität seit 26 Jahren ununterbrochen am Markt

Bei ihrem Besuch in der IlmDoc GmbH lernte Landrätin Petra Enders ein Unternehmen kennen, das vor allem produzierenden Firmen wichtige Leistungen erbringt.

Landrätin Petra Enders (Mitte) überreichte IlmDoc-Geschäftsführer Uwe Rosenbauer (l.) und Betriebsleiter Karsten Speike (r.) ein Gastgeschenk anlässlich ihres Besuches in dem Unternehmen. Foto: wr

Ohne Technische Dokumentation ist heutzutage ein Produkt unvollständig, entspricht weder diversen EU-Richtlinien noch vielen nationalen Bestimmungen, ist nicht zertifizierbar und im Grundsatz unverkäuflich. Die IlmDoc Technische Dokumentation GmbH ist darauf spezialisiert, für Unternehmen unterschiedlicher Branchen Technische Dokumentationen in hoher Qualität zu erstellen. Seit 1993 ist die Firma am Markt und seit 1997 im neu erbauten Gebäude im Langewiesener Gewerbegebiet „In den Folgen“ tätig. Am 22. Oktober 2019 besuchte Landrätin Petra Enders IlmDoc. Als Anliegen ihrer Besuche nannte sie das Kennenlernen der hiesigen Wirtschaft und ihrer Unternehmer sowie die Erkundung von Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Unternehmen und deren Unterstützung. Geschäftsführer Uwe Rosenbauer und Betriebsleiter Karsten Speike boten ihr einen Überblick über die Geschäftsfelder und die Entwicklung der IlmDoc GmbH.

Guter Standort im Gewerbegebiet „In den Folgen“

Der Geschäftsführer hob den guten Standort auf dem nun, wie die gesamte Stadt Langewiesen, zu Ilmenau gehörenden Gewerbegebiet hervor und unterstrich die langjährige, hervorragende Zusammenarbeit mit dem damaligen Langewiesener Bürgermeister Horst Brandt. Er habe sich sehr um die Ansiedlung auf dem Gewerbegebiet bemüht. So gab es in der Folge eine enge Zusammenarbeit, bei der IlmDoc sowohl die Stadt als auch die Grundschule unter bei unterschiedlichen Aktivitäten unterstützte. Rosenbauer verwies auch auf den Firmengründer Klaus Meier, der das Unternehmen auf Erfolgskurs gebracht hat, eine Niederlassung in Halle gründete und das neue Geschäftshaus errichten ließ. 2011 gab Meier den Staffelstab an Uwe Rosenbauer weiter, der seither Geschäftsführer ist.

Für mehr als 200 Kunden, hauptsächlich in Deutschland, aber auch in der Schweiz und in Österreich ist die IlmDoc GmbH Partner bei der Erstellung von Technischen Dokumentationen, bei Konformitäts- und Risikobewertungen sowie bei Übersetzungen Technischer Dokumentationen. Wenngleich der Maschinenbau ein wichtiger Bestandteil des Kundenportfolios ist, hat sich die Firma recht breit in verschiedenen Branchen aufgestellt. Die Medizintechnik gehört unter anderen dazu, das Eisenbahnwesen sowie die Luft- und Raumfahrt. Siemens nannte Rosenbauer als eines der Großunternehmen für das man arbeitet, auch Bombardier gehört dazu. Zugleich betonte er, dass die zukünftige Ausrichtung stärker auf den Markt in der hiesigen Region ausgerichtet werde. Auch hier habe man bereits mehrere Kunden, darunter Henkel und Roth, Diebold Nixdorf und BN Automation. Ein wichtiges Zukunftsthema werde „Industrie 4.0“ sein.

Handbuch für Lokführer mit mehr als 40 Aktenordnern

Bei der Frage nach besonderen Projekten nannte der Geschäftsführer ein Handbuch für Lokführer, das für das spanische Bahnunternehmen RENFE erstellt wurde und am Ende einen Umfang von mehr als 40 Aktenordnern angenommen hatte. Karsten Speike berichtete von einem Bohrgerät für Wasserbohrungen in Jordanien, welches dort nicht zum Einsatz kommen durfte, weil die Technische Dokumentation fehlte. IlmDoc sprang ein, schickte ein Team in den Nahen Osten, das vor Ort die Dokumentation in Angriff nahm. Leider, so Speike weiter, sei der Bohrturm dann beim Versuch ihn aufzurichten abgestürzt und soweit beschädigt, dass er nicht mehr verwendbar war. Das Team von IlmDoc, zu dem Speike selbst gehörte, hatte jedoch seine Aufgabe voll erfüllt.

Auf die Frage der Landrätin, wie das Unternehmen Fachkräfte gewinnt, antwortete Uwe Rosenbauer: „Es ist schwierig, gute Leute zu gewinnen, aber wir profitieren dabei etwas von der TU Ilmenau. Wir setzen vor allem auf gute Arbeitsbedingungen, auf ein gutes Betriebsklima und auf ein soziales Umfeld im Unternehmen. Damit können wir uns sehen lassen.“ Bei der Gewinnung von Fachkräften setzt das Unternehmen insbesondere auf Praktiker, die bereit sind sich das theoretische Wissen anzueignen, beziehungsweise sich weiterzubilden. Natürlich werden gern Ingenieure eingestellt, vor allem dann, wenn sie bereits in der Praxis Erfahrungen gesammelt haben. 25 Mitarbeiter sind in dem Unternehmen tätig, mehr als 30 sollen es aber nicht werden. Am Ende konnte sich die Landrätin bei einem Rundgang durch die Betriebsräume einen Einblick in die guten Arbeitsbedingungen verschaffen. Sie freute sich besonders darüber, dass die IlmDoc GmbH so gut in der Region verankert ist.