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Berufspendlern und jungen Familien die Rückkehr in die Heimat im Ilm-Kreis erleichtern

Der ThAFF-Pendlertag im Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau bot umfangreiche Beratungen zum Leben und zur Arbeit in Thüringen.

Frank Wendemuth (l.), seit 2001 als Monteur in Berlin tätig, erhielt von Melanie Schrickel (r.), Regionalmanagement Landkreis Gotha und Ilm-Kreis, umfangreiche Informationen zu Beschäftigungsmöglichkeiten in seiner Heimat. Foto: Petra Beyer

Die Thüringer Agentur Für Fachkräftegewinnung (ThAFF) der LEG Thüringen hatte in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, dem Regionalmanagement Landkreis Gotha und Ilm-Kreis sowie der Wirtschaftsförderung des Ilm-Kreises am 1. November zum Pendlertag in das Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau (TGZ) eingeladen. Unterstützt wurde der Pendlertag von der Handwerkskammer Erfurt und der IHK Südthüringen. Angesprochen waren Berufspendler, vor allem auch Personen oder ganze Familien, die vor vielen Jahren wegen der besseren Berufschancen in eines der Altbundesländer gezogen sind, nun aber in die Heimat zurückkehren möchten.

Mit insgesamt etwa 20 Besuchern war die Veranstaltung überaus gut besucht. Bis zum Schluss, gegen 19 Uhr, waren Interessierte vor Ort, zur Halbzeit gab es sogar Wartezeiten an den Tischen, zumal ein Beratungsgespräch durchaus 20 bis 30 Minuten dauern kann. Beratungsgespräche führten Michael Lemser für die Thüringer Agentur Für Fachkräftegewinnung, Melanie Schrickel für das Regionalmanagement Landkreis Gotha und Ilm-Kreis und Petra Beyer für die Wirtschaftsförderung Ilm-Kreis. Ferner wirkten mit Sabine Jähnen, Handwerkskammer Erfurt, Antje Freund, Industrie- und Handelskammer Südthüringen sowie Gastgeber Rüdiger Horn, Geschäftsführer des Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau. Auch Ilmenaus Oberbürgermeister Dr. Daniel Schultheiß und Sebastian Poppner, Wirtschaftsförderer der Stadt Ilmenau, ließen es sich nicht nehmen, der Veranstaltung einen Besuch abzustatten.

Zurück zur Familie in der Thüringer Heimat

Gekommen waren Tages- und Wochenpendler, teilweise mit ihren Partnern, aber auch junge Paare und ganze Familien, die schon viele Jahre in einem der alten Bundesländer gewohnt haben und nun zurück in ihre Heimat wollten, oder Personen, die auf Montage arbeiten, auf die das Einfamilienhaus in Thüringen wartet. Beispiel war ein Mann der außerhalb Ilm-Kreis arbeitet, nun aber wieder am Wohnort seiner junge Familie in beziehungsweise um Ilmenau tätig werden möchte. Vertreten waren so gut wie alle Altersgruppen bis Mitte und Ende 50. Nachgefragt waren vor allem die Bereiche Maschinenbau, Elektrotechnik, soziale Berufe, Monteur, kaufmännische Tätigkeiten. Etwa elf Beratungen fanden am Stand der Wirtschaftsförderung Ilm-Kreis und des Regionalmanagements Landkreis Gotha und Ilm-Kreis statt. Dabei wurden auch Informationsmöglichkeiten zu regionalen offenen Stellen sowie das Standortinformationssystem und die Unternehmensdatenbank der Wirtschaftsförderung Ilm-Kreis vorgestellt.

An dem Gemeinschaftsstand fand sich unter anderem eine Familie aus Bremen ein, die wegen der Kinder wieder in die Heimat zurückkehren möchte. Die Eltern wollen sich insbesondere informieren, ob es auch für Ältere Chancen hier in der Region gibt. Ein anderer Besucher auf Arbeitssuche kritisierte, dass er teilweise keine Reaktion auf seien Bewerbungen erhält. Auch Frank Wendemuth wandte sich an den Stand der Wirtschaftsförderung und des Regionalmanagements. Er arbeitet seit 2001 als Monteur im Aufzugsbau in Berlin und informierte sich über Beschäftigungsmöglichkeiten in seiner Heimat. Ihm, wie vielen anderen Besuchern war es vor allem wichtig, mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen zu können und deshalb die langen Fahrtwege nicht mehr in Kauf nehmen wollen.

Die nächsten Pendlertage finden am 23. November, 10 bis 15 Uhr, im Friedrich-Schiller-Gymnasium Zeulenroda sowie am 25 und 26. November, jeweils 9 bis 16 Uhr, am Standort der ThAFF, Peterstraße 5 in Erfurt, statt.