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Goldmedaille für die KOMPASS GmbH auf der iENA 2019

Das Erfinder-Team Olaf Mollenhauer, Dr. Matthias Carlstedt und Patrick Franke von der Ilmenauer Kompass GmbH hat mit einer neuen Entdeckung zur kapazitiven Kraftmessung mit dem lateral beweglichen Dielektrikum (englisch: Lateral Dielectric Movement (LDM)) -Prinzip einen Grundstein in einer neuen Dimension der Kraftmessung gelegt. Am 02.11.2019 sind sie dafür von den Preisrichtern der iENA - der internationalen Fachmesse „Ideen – Erfindungen – Neuheiten“, die jährlich in Nürnberg stattfindet, mit Gold ausgezeichnet worden. Einmal im Jahr wird Nürnberg zur Heimat für Kreative, Innovationen und Erfindungen. Rund 30.000 Erfindungen wurden in den vergangenen 70 Jahren bereits auf der internationalen Fachmesse „Ideen – Erfin-dungen – Neuheiten“ in Nürnberg präsentiert. In diesem Jahr waren wieder rund 800 Erfindungen aus der ganzen Welt zu sehen. Wichtige Impulse kommen von nationalen und internationalen Erfinder-Organisationen.

Bisher sind insbesondere bei der Erfassung von sehr kleinen Kräften oder Kraftänderungen wie in der Wägetechnik, Oberflächenmesstechnik oder der Geophysik und Umwelttechnik sind die apparativen Aufwendungen sehr hoch und kostenintensiv. Diese Nachteile bestehender Systeme, insbesondere geringe Auflösung und nicht lineares Verhalten beseitigt das neue LDM-Messprinzip. Die Vorteile liegen der neuen Technologie liegen dabei auf der Hand. So ist etwa ein herausragendes Verhältnis von Auflösung und Messbereich, bis zu 10-8 gegenüber 10-4 im gegenwärtigen Stand der Technik gegeben. Der Einsatz von niedrig duktilen Werkstoffen garantiert ein sehr gutes elastisches Verhalten, sodass Relaxieren oder Kriechen ausgeschlossen werden kann.

Eine Reihen- und Parallelschaltung von mehreren Messbereichen ermöglicht zudem lineare Interpolation und Selbstkompensation bei hohen Abtastraten. Dies hat zur Folge, dass der Messbereich einfach konstruktiv anpassbar ist. Außerdem können aufgenommene Daten einfach mittels Standardkomponenten elektronisch ausgewertet werden. Die Messwertausgabe erfolgt dabei digital. Insgesamt ist das System sehr einfach aufgebaut und auf mikrotechnischer Basis mit niedrigen Kosten herstellbar. Anwendung findet das neu entwickelte Prinzip in der allgemeinen Kraftmessung, der Wägetechnik, Oberflächenmesstechnik sowie der Geophysik und Gravimetrie. Der patentierte hochauflösende Kraft-Encoder ist ein Ergebnis des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Pro-gramms KMU Innovativ: Nanotechnologien geförderten Projektes CERA-FORCE.