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Rund 14 Millionen Euro investiert der Ilm-Kreis insgesamt in Schulen und Turnhallen

Auch 2019 hat der Ilm-Kreis in Schulen Sanierungen fortgesetzt oder neue begonnen. Knapp sieben Millionen Euro wurden 2019 in Schulen und Turnhallen investiert.

Zum Schuljahr 2021/22 soll die umfassende Umgestaltung des ehemaligen Neideck-Gymnasiums in Arnstadt abgeschlossen sein. Dann kann die Bechstein-Schule dort einziehen. Foto: wr

In ihrer Abschlusskonferenz zum Jahresende 2019 gab Landrätin Petra Enders unter anderem einen Überblick über die Investitionen des Ilm-Kreises, die insbesondere der Sanierung und Modernisierung von Schulen dienten. Zudem ging sie auf einzelne Baumaßnahmen ein und deren voraussichtliche Fertigstellungsdaten. Sie unterstrich dabei, dass Bildung ihr erstes Anliegen für den Ilm-Kreis sei. So wird der Kreis rund 14 Millionen Euro in die Schulen und Turnhallen investiert haben, wenn die großen Baumaßnahmen in Langewiesen, am ehemaligen Neideck-Gymnasium in Arnstadt, an den Turnhalle Marlishausen und Bechstein-Schule Arnstadt sowie an der Grundschule Martinroda abgeschlossen sind. Einige dieser Maßnahmen werden in 2020 fertig, weitere brauchen noch geraume Zeit bis zum Abschluss und für andere steht der eigentliche Baustart noch bevor.

Geraberg: Schulstandort auf ein Gebäude konzentrieren

Für 2020 sind die Grundlagen für weitere Vorhaben gelegt, so etwa in Geraberg, wo die Schule für 2,6 Millionen Euro modernisiert wird. Dabei soll das alte Schulhaus künftig einer anderen Nutzung zugeführt werden, sodass es ab März dieses Jahres von der Kommune übernommen wird. Der Schulstandort wird damit auf ein Gebäude konzentriert. Klassenräume und Fachkabinette erhalten eine moderne Ausstattung beziehungsweise werden neu eingerichtet. Als wichtige Aufgabe nannte die Landrätin hier die Herstellung der Barrierefreiheit in dem Schulgebäude. Der Abschluss dieser Baumaßnahme ist für Ende 2021 vorgesehen.

Die Umgestaltung des ehemaligen Neideck-Gymnasiums in Arnstadt ist voll im Gang. Mit 4,67 Millionen Euro wird seit April 2019 dieses Schulgebäude am Schloßplatz in Arnstadt saniert. In diesem Jahr investiert der Kreis dort 516.225 Euro. Momentan laufen die Arbeiten am Sicherheitstreppenhaus und am Fahrstuhlschacht. Bis 2021 werden die Arbeiten noch andauern. Dann soll die Bechstein-Schule zum Schuljahr 2021/22 dort einziehen. Auf dem Rabenhold wird indes die Bechstein-Turnhalle kernsaniert für zwei Millionen Euro. Sie soll Ende 2020 fertiggestellt sein.

Eine der großen Baumaßnahmen an Schulen des Ilm-Kreises ist die Komplettsanierung der Heinse-Schule in Langewiesen mit teilweisem Neubau. 2,3 Millionen Euro sind in diesem Jahr in diese Maßnahme geflossen, insgesamt beträgt dort die Investitionssumme 4,67 Millionen Euro. Dieses Vorhaben neigt sich in 2020 dem Ende entgegen. Geplant ist, dass die Schülerinnen und Schüler Ostern 2020 wieder zurückziehen in ihr Schulgebäude. Sie hatten während der Bauzeit in der ehemaligen Glasfachschule in Ilmenau ein Ausweichquartier gefunden.

Ungeplante Baumaßnahme an der Grundschule Martinroda

Ein weiteres, in dieser Form nicht geplantes Projekt, hat sich durch die komplette Sperrung der Grundschule Martinroda ergeben. Zunächst erneuert wurde in den Sommerferien in der Grundschule der marode Gaskessel. Nicht geplant war jedoch, dass die Schule in der Folge komplett geschlossen werden musste. Dort wurden erhöhte Naphtalin-Werte festgestellt, sodass die Schule kurz vor Beginn des Schuljahres nach Plaue ausweichen musste. Es war eine riesige logistische Herausforderung, so Petra Enders, die deshalb gelang, weil beide Grundschulen, die Eltern und der Ilm-Kreis schnell zusammenfanden und an einer Lösung arbeiteten. Diese Sanierungsmaßnahme kostet den Kreis circa 800.000 Euro. Die Planungen sind abgeschlossen, sagte die Landrätin. Die Ausschreibung könne beginnen, wenn der Kreishaushalt vom Kreistag beschlossen ist. Zum Schuljahresbeginn 2021 solle der Unterricht in der Schule wieder aufgenommen werden.

Für die Turnhalle der Schule in Marlishausen konnte 2019 Richtfest gefeiert werden, sodass dieses Sanierungsprojekt seinem Ende entgegen geht. Dort investierte der Landkreis im vergangenen Jahr knapp 940.000 Euro von der mit 1,37 Millionen Euro veranschlagten Bausumme. Einige weniger aufwendige, aber wichtige Maßnahmen gab es in einer ganzen Reihe von Schulen. Dabei ging es vorwiegend um Maßnahmen für die digitale Infrastruktur an Schulen oder Brandschutzertüchtigungen und Modernisierungen in Sanitärbereichen. Landrätin Petra Enders betonte hierzu: „Jeder in die Schulen investierte Cent war auch 2019 wieder gut angelegtes Geld.”