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Sturmtief „Sabine“ brachte den Einsatzkräften der Feurwehren ein turbulentes Wochenende

Mit der Ankündigung des Sturmtiefs hatte sich die Leitstelle des Ilm-Kreises auf ein einsatzreiches Wochenende eingestellt und hielt eine zusätzliche Rufbereitschaft vor.

Symbolbild: Beträchtliche Schäden richtete Sturmtief „Sabine“ auch im Ilm-Kreis an. Foto: wr

Das Sturmtief „Sabine“ zog mit orkanartigen Böen auch über den Ilm-Kreis hinweg. Fazit bis Montag, 10.30 Uhr: eine verletzte Person, viele umgestürzte Bäume und lose Dachziegel und über 60 Einsätze in 24 Stunden. Zu danken ist den Einsatzkräften, die die ganze Nacht und am Montag unermüdlich Straßen und Gebäude gesichert und Menschenleben geschützt und gerettet haben.

Sturmtief „Sabine“ hat auch den Ilm-Kreis am Sonntag, bis hinein in den Montagvormittag erfasst. Noch immer kam es am Montag in weiten Teilen der Region zu heftigen Sturmböen. Es gilt weiterhin, aufmerksam zu bleiben und entsprechend der Witterungsbedingungen vorsichtig zu sein, vor allem im Verkehrsraum. Seit Sonntagmittag bis Montagfrüh hatte der Deutsche Wetterdienst auch für den Ilm-Kreis eine Sturmwarnung herausgegeben. So kam es in der Nacht zu orkanartigen Sturmböen. Mit Warnung des Wetterdienstes stellte sich auch die Leitstelle des Ilm-Kreises auf den Sturm ein und hielt eine zusätzliche Rufbereitschaft vor, die bis jetzt jedoch nicht zum Einsatz kommen musste.

Mehr als 60 Einsätze wegen Sturmschäden

Zwischen Sonntag, 10.46 Uhr, und Montag, 10.30 Uhr, kam es zu knapp 50 Einsätzen wegen Sturmschäden. Auch danach gingen weitere Meldungen zu Sturmschäden in der Leitstelle ein. Bis 12 Uhr kamen somit über 60 Einsätze zusammen, die auf das Konto von Sturm „Sabine“ gehen. In Bechstedt-Wagd wurde am Sonntag, 9. Februar, gegen 20.24 Uhr eine Person verletzt. Sie versuchte das Dach am eigenen Haus zu sichern und wurde vom Dach geweht. Mit einem Polytrauma kam die verletzte Person nach Erfurt in eine Klinik.

Des Weiteren rückten die Feuerwehren in Ilmenau, Oberpörlitz, Manebach, Heyda, Gräfenroda, Frankenhain, Alkersleben, Elxleben, Unterpörlitz, Arnstadt, Oehrenstock, Langewiesen, Gehren, Bechstedt-Wagd, Kirchheim, Liebenstein, Gräfinau-Angstedt, Frauenwald, Wümbach, Ichtershausen, Elgersburg, Angelroda, Neusiß und Martinroda und weitere Wehren teils mehrfach aus, um umgestürzte Bäume zu beseitigen und lose Dachziegel oder Gebäudeteile zu sichern. In Wildenspring fiel am Montagmorgen gegen 5 Uhr der Strom aus. In Stützerbach drohte am Montag ein Strommast umzuknicken, in Ilmenau eine Laterne (Stand: 11.30 Uhr). Dachziegel fielen in Arnstadt auch von der Bachkirche. Das Landratsamt dankt den vielen Einsatzkräften und hofft, dass niemand weiter zu Schaden kommt.