EN
DE

Ausstellung „Reklame – Kunst verkauft“ mit mehr als 1000 Exponaten aus dem frühen 20. Jahrhundert

Vor zwei Wochen haben der Tierpark Fasanerie und die Bibliothek im Prinzenhof ihre Türen für Besucher wieder geöffnet, nun folgt das Schlossmuseum.

In der Sonderausstellung „Reklame – Kunst verkauft“ im Schlossmuseum Arnstadt. Foto: Kulturbetrieb der Stadt Arnstadt

Das Schlossmuseum als dritte Einrichtung des Arnstädter Kulturbetriebes öffnet ab Donnerstag, 21. Mai 2020. Es werden Teile der historischen Räume und die neue Sonderausstellung „Reklame – Kunst verkauft“ zu sehen sein. Voraussetzung für die Wiedereröffnung ist ein strenges Hygienekonzept mit notwendigen Einschränkungen für die Besucher. Bis auf weiteres gelten für das Schlossmuseums Arnstadt eingeschränkte Öffnungszeiten von Freitag bis Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr (letzter Einlass um 16.30 Uhr). Es dürfen sich maximal 30 Besucher zeitgleich im Haus aufhalten. Jeder Besucher muss einen Mund-Nasen-Schutz tragen und sich vor dem Eintritt ins Haus die Hände desinfizieren.

Gezeigt werden das Bilderkabinett und das Porzellankabinett in der Beletage sowie die Sonderausstellung „Reklame - Kunst verkauft“. Nicht zugänglich sind die Puppenstadt „Mon plaisir“, der Festsaal und die neue Bachausstellung. Auch die Toiletten können aus hygienischen und technischen Gründen nicht genutzt werden. Wegen der deutlichen Einschränkungen wurden die Eintrittspreise reduziert. Erwachsene zahlen den ermäßigten Preis von 3,50 Euro, statt der üblichen 6,00 Euro.

„Es ist schade, dass wir wesentliche Ausstellungsbereiche nicht zeigen können. Das Neue Palais ist ein historischer Bau, der sich nicht einfach an die Vorgaben der aktuellen Corona-Verordnungen anpassen lässt“, sagt Museumsdirektorin Antje Vanhoefen. Sie hofft auf das Verständnis und die Vernunft der Gäste, denn die Einhaltung der Hygieneregeln ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass das Schlossmuseum dauerhaft geöffnet bleiben kann.

Dass sich ein Besuch trotz Einschränkungen lohnt, davon ist Antje Vanhoefen überzeugt: „Unsere neue Sonderausstellung ist seit zwei Monaten aufgebaut. Die Eröffnung wird von einigen sehnsüchtig erwartet“. In der Ausstellung „Reklame – Kunst verkauft“ werden mehr als 1000 Exponate aus der Zeit von 1900 bis in die 1920er-Jahre gezeigt. Die Produktverpackungen, Werbeobjekte und Alltagsgegenstände dienten einst der Verkaufsförderung sowie dem Schutz der Ware bei Transport und Lagerung. Die Entwürfe stammen zum Teil von wichtigen Grafikern und Designern des 20. Jahrhunderts, wie Gipkens, Klinger, Hohlwein oder van de Velde.

Zur Verwirklichung der Ausstellung hat der Arnstädter Sammler Christian Hühn maßgeblich beigetragen. Begleitend ist ein kleiner Katalog mit Aufsatz und ausgewählten Objekten erschienen.