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„Ilmenauer Ideen Inkubator“ stärkt die Gründungskultur an der Ilmenauer Universität

Die Technische Universität Ilmenau hat den „Ilmenauer Ideen Inkubator“, kurz: Ilmkubator, im ehemaligen Direktionsgebäude der Fischerhütte gestartet.

Das ehemalige Direktionsgebäude der Ilmenauer Fischerhütte ist der Standort für den den „Ilmenauer Ideen Inkubator“ zur Stärkung der Gründungskultur. Foto: TU Ilmenau

Mit dem Projekt will sie erreichen, dass die Gründungskultur unter Studierenden, Doktoranden und Wissenschaftlern gestärkt wird und möglichst viele innovative technologieorientierte Unternehmen aus der Universität ausgegründet werden. In den letzten Wochen hat der Ilmkubator neue Räume auf dem Gelände der ehemaligen Glashütte bezogen und das Team hat sich von zwei auf vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vergrößert. Im weiteren Verlauf des Sommers werden dann noch zwei weitere folgen. So soll langfristig ein Zentrum für Gründungsgeschehen an der TU Ilmenau entstehen. Neben viel organisatorischer und konzeptioneller Arbeit läuft aktuell auch die Öffentlichkeitsarbeit an. Neben einem Facebook- und Instagram-Kanal nutzt Ilmkubator den Auftritt auf der Universitäts-Webseite und hat eine erste Pressemitteilung herausgegeben.

Im Dezember 2019 war die TU Ilmenau bei dem Wettbewerb „EXIST-Potentiale“ des Bundeswirtschaftsministeriums, das deutsche Universitäten dabei unterstützt, gründungsfördernde Maßnahmen umzusetzen, unter 220 Hochschulen als einer der Sieger hervorgegangen. Für das Projekt erhält sie vom Bund eine Förderung von knapp 1,6 Millionen Euro für vier Jahre. Das Ilmkubator-Team wird aus insgesamt sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bestehen.

Für das Thema Entrepreneurship sensibilisieren

Im Ilmkubator-Projekt wird die TU Ilmenau in neu geschaffenen Lehr- und Weiterbildungsangeboten Studierende, Doktoranden und Wissenschaftler für das Thema Entrepreneurship sensibilisieren. Gleichzeitig macht sich das Mitarbeiterteam in den fünf Fakultäten in einem intensiven Scouting auf die Suche nach Forschungsthemen, die gesellschaftlich und wirtschaftlich so interessant sind, dass aus ihnen ein eigenständiges Unternehmen entstehen könnte. Die beteiligten Personen erhalten anschließend vom Ilmkubator-Team professionelle Coaching- und Beratungsservices.

Ein besonderes Highlight des neuen Projekts ist die „Ilmkubator Class“. Um Gründungsideen schon möglichst früh auf den Weg zu einer Ausgründung zu führen, durchlaufen ausgewählte Teams ein intensives individuelles Coaching- und Trainingsprogramm, an dessen Ende möglicherweise ein konkreter Businessplan oder der Prototyp eines Produkts stehen. Die Gründerteams werden in Workshops professionell weitergebildet, sie bekommen Mentoren an die Seite gestellt und erhalten Unterstützung, etwa zu Marketing, Marktrecherche und Schutzrechten. Arbeitsräume stehen ihnen auf dem Gelände der Fischerhütte zur Verfügung, wo früher eine bedeutende Glashütte angesiedelt war. Im ehemaligen Direktionsgebäude befinden sich auch die Büros und Beratungsräume des Ilmkubators. Die erste Ilmkubator Class mit drei bis vier Gründerteams startet noch in diesem Sommersemester. Interessierte können sich per E-Mail an gruenderservice@tu-ilmenau.de wenden.