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Starke Auftragsrückgänge in der Thüringer Industrie

Bis Ende Mai 2020 vermeldeten die Thüringer Industrieunternehmen weiterhin deutlich weniger Aufträge als von Januar bis Mai 2019. Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik gingen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres (preisbereinigt) durchschnittlich 13,0 Prozent weniger Aufträge

ein als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Demnach erhielten die Thüringer Betriebe bis Ende Mai 2020 durchschnittlich 6,8 Prozent weniger Bestellungen aus dem Ausland als im Jahr zuvor. Die Binnennachfrage sank noch deutlicher um 16,7 Prozent. Im Vergleich zum Basisjahr (2015 = 100) betrug der Auftragseingang im Mai nur noch 68,4 Prozent.

Von den umsatzstarken Branchen innerhalb der Thüringer Industrie verzeichneten die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen bis Ende Mai 8,7 Prozent mehr Bestellungen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dagegen vermeldeten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (- 25,4 Prozent), die Hersteller von Metallerzeugnissen (- 23,7 Prozent) sowie die Betriebe des Maschinenbaus (- 12,1 Prozent) im gleichen Zeitraum ein Auftragsminus.