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Bestnoten und höchste Anerkennung für beispielhaften Beitrag zur Nachwuchsförderung

Das Graduiertenkolleg „Lorentzkraft“ der TU Ilmenau von den Gutachtern der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eine exzellente Beurteilung erhalten.

Doktorandin Ninh Tran überwacht die Strömungsmessung im mit flüssigem Zinn gefüllten Hochtemperatur-Umlaufkanal TINTELO, der im Rahmen des Graduiertenkollegs genutzt wurde. Foto: TU Ilmenau

Die Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) haben für das Graduiertenkolleg „Lorentzkraft“ der TU Ilmenau einen Abschlussbericht erstellt und darin dem Graduiertenkolleg eine exzellente Arbeit beschieden. Im Zentrum des von Anfang 2010 bis Mitte 2019 von der DFG geförderten Graduiertenkollegs standen zwei Verfahren zur berührungslosen Analyse elektrisch leitfähiger Substanzen. Dabei handelte es sich zum einen um die Lorentzkraft-Anemometrie zur Strömungsmessung in elektrisch leitfähigen Flüssigkeiten und zum anderen um die Lorentzkraft-Wirbelstromprüfung zur Defekterkennung in leitfähigen Festkörpern. Damit wurden zwei scheinbar voneinander weit entlegene Forschungsgebiete – die Strömungsmessung und die Wirbelstromprüfung – durch die Ausnutzung ein- und desselben physikalischen Prinzips eng miteinander verknüpft.

Mehr als 180 Publikationen und 25 Patente

Die experimentellen, theoretischen und numerischen Untersuchungen dazu wurden in drei große Projektbereiche unterteilt, Flüssigmetalle, Elektrolyte und Festkörper. In allen drei Bereichen konnte die Anwendbarkeit der Analyse mittels Lorentzkraft erfolgreich bestätigt und ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, aber auch ihre Grenzen ausgelotet und erweitert werden. Im Zeitraum seit 2010 promovierten 34 Nachwuchswissenschaftler aus elf Ländern, nahezu genauso viele Doktoranden beziehungsweise Postdoktoranden waren mit dem Kolleg assoziiert. Die erfolgreiche Forschung des Kollegs ist in mehr als 180 Publikationen mit Peer Review und den 25 Patenten dokumentiert.

Inzwischen liegt der Abschlussbericht der Gutachtergruppe vor, in welchem dem Graduiertenkolleg Bestnoten und höchste Anerkennung ausgestellt werden. Dazu zählt unter anderem der mit rund 30 Prozent überdurchschnittlich hohe Anteil an promovierten Wissenschaftlerinnen, die Vielfalt an wissenschaftlichen Publikationen auf internationalem Niveau sowie die internationale Ausrichtung des Kollegs durch die Auslandspraktika der Doktoranden. Positiv hervorgehoben wurde auch, dass ein Drittel der Doktoranden aus dem Ausland kam. Mit dem Kolleg haben die Forscher der TU Ilmenau nach Meinung der Gutachter einen herausragenden und beispielhaften Beitrag zur Nachwuchsförderung geleistet.