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Trotz Corona-Pandemie ist der Ilm-Kreis weiterhin Thüringer Umsatzspitzenreiter

Der Umsatz der Thüringer Industriebetriebe mit mehr als 50 Beschäftigten sank von Januar bis Mai 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedingt durch die Pandemie um 13,1 Prozent.

Die Industrieunternehmen im Ilm-Kreis haben von Januar bis Mai 2020 den höchsten Umsatz in Thüringen erwirtschaftet, gefolgt von den Unternehmen im Landkreis Gotha. Foto: wr

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt konnte der Ilm-Kreis seine Position als Thüringer Umsatzspitzenreiter im Zeitraum von Januar bis Mai 2020 erneut behaupten, trotz Umsatzeinbußen von etwas mehr als 85 Millionen Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019. 1,26 Milliarden Euro erwirtschafteten die Industrieunternehmen im Ilm-Kreis von Januar bis Mai 2020. Dicht dahinter folgt der Landkreis Gotha mit knapp 1,22 Milliarden Industrieumsatz, allerdings mit einem Plus von acht Prozent. Diese beiden Landkreise sind in Thüringen die einzigen, deren Industrieumsatz in dem Zeitraum die Milliardengrenze überschritten hat.

Den beiden stärksten folgen der Wartburgkreis mit 915 Millionen Euro sowie die kreisfreie Stadt Jena mit 829 Millionen Euro. Zuwächse gab es außer im Landkreis Gotha in der Stadt Jena (+0,9 Prozent) und im Saale-Holzland-Kreis (+0,4 Prozent). Die höchsten Rückgänge verzeichneten die Städte Suhl (-34,8 Prozent) und Eisenach (-34,3 Prozent) sowie der Landkreis Sömmerda (-27,1 Prozent). Beim Inlandsumsatz erzielte die Industrie im Landkreis Gotha 810 Millionen Euro und erklomm damit die Spitzenposition in Thüringen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnete der Landkreis Gotha ein Plus von gut 150 Millionen Euro. Der Ilm-Kreis liegt mit knapp 640 Millionen Euro deutlich dahinter und rutschte um 112 Millionen Euro ab. Anders beim Auslandsumsatz: Der Ilm-Kreis legte hier von 590 Millionen auf 620 Millionen Euro zu, der Landkreis Gotha gab von 468 Millionen auf 406 Millionen Euro nach.

Im Monatsdurchschnitt waren von Januar bis Mai 2020 in den Thüringer Industriebetrieben 145.000 Personen tätig, 4.109 Personen weniger als in den ersten fünf Monaten 2019 (-2,8 Prozent). Dennoch verzeichneten auch bei den Industriebeschäftigten drei Landkreise und zwei kreisfreie Städte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Zuwachs. Spitzenreiter waren die Stadt Jena mit 5,1 Prozent (+386 Personen), die Stadt Weimar mit 2,5 Prozent (+33 Personen) und das Weimarer Land mit einem Anstieg um 1,3 Prozent (+51 Personen). Den höchsten Rückgang an Arbeitsplätzen verzeichnete der Landkreis Schmalkalden-Meiningen mit 994 Personen (-9,4 Prozent). Der Ilm-Kreis verzeichnete einen Zuwachs von 110 Beschäftigten in der Industrie von 9658 im Vergleichzeitraum 2019 auf nunmehr 9768. Im Landkreis Gotha nahm die Zahl der Beschäftigten 12.462 auf 12.314 um 148 ab.